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Bokel : Crowdfunding-Kampagne für Grassmé-Film

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Der Regisseur will mit der Crowdfunding-Kampagne eine Dokumentation über das außergewöhnliche Leben des Bokeler Einsiedlers finanzieren.

shz.de von
erstellt am 15.Jan.2016 | 17:30 Uhr

Bokel | Im vergangenen Sommer berichteten wir erstmals vom Filmprojekt des Berliner Regisseurs, Kameramanns und Künstlers Kai Ehlers über den 1992 gestorbenen Bokeler Eigenbrödler Ernst Otto Karl Grassmé. Seither meldeten sich unzählige Leser in der Redaktion, die das Filmprojekt mit ihrem Wissen unterstützen wollten. Nun geht es langsam aber sicher an die konkrete Umsetzung des Projektes – und Ehlers ist dabei, das benötigte Geld „einzusammeln“. Noch bis Ende Januar läuft eine sogenannte Crowdfunding-Kampagne.

Was Crowdfunding bedeutet? Mit Hilfe der Hamburger Kreativgesellschaft Nordstarter können Künstler, Kreative und Erfinder ihre Projekte durch einzelne Privatpersonen finanzieren lassen. Mit dem Link www.nordstarter.org/eok-portrait geht es im Internet direkt auf die Seite des Grassmé-Filmprojektes. Alle interessierten Sponsoren sind herzlich willkommen.

60 Minuten soll der Film einmal lang werden. „Ernst Otto Karl Grassmé – der Narr vom Bokelsesser Moor“ heißt der Arbeitstitel. 4000 Euro von der Filmwerkstatt Kiel wurden bereits für den Rechercheaufwand bewilligt. In den Anmerkungen der Filmförderung ist zu lesen: „Der Film ist die dokumentarische Rekonstruktion eines einmaligen Lebens. Von den Nazis zwangssterilisiert und zum Bombenräumen abkommandiert, verliert der Adventist Grassmé seine Fähigkeit in dem, was die anderen Normalität nennen, zu  leben und zu vergessen. Anstatt in einer Heilanstalt sein Leben zu fristen, beginnt Grassmé mit Hilfe seiner Frau ein Leben als Einsiedler auf dem „Paradiesgrundstück“. Dort lebt er 40  Jahre lang als „Dorftrottel“.

Regisseur Kai Ehlers will nun mehr Details über den Bokeler Eigenbrödler ans Tageslicht bringen. Geboren wurde der Filmemacher 1976. Von 1997 bis 2002 studierte Ehlers Film und Regie im Bereich Dokumentarfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. „Country No. 1 – Herbst 2001 in New York“ heißt sein Abschlussfilm, der für den First Steps Award nominiert wurde. Zuletzt realisierte Ehlers für die ARD 2013 die Reportage „Allein im Licht“ über Schlagerstar Helene Fischer. Schon mehrfach war Ehlers inzwischen in Bokel auf Spurensuche. Ende 2016 hofft der Berliner, den fertigen Film über Ernst Otto Karl Grassmé präsentieren zu können.

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