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Groß Offenseth-Aspern : Computer spenden an Bedürftige

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Gesellschaft für Jugend und Suchthilfe verschenkt technische Geräte an Bedürftige. Spenden können kreisweit abgeholt werden.

Groß Offenseth-Aspern | Außerordentlich gut entwickelt hat sich das Projekt „Computer spenden“, das bei der Gesellschaft für Jugend und Suchthilfe (gGJS) mit Sitz auf dem Ahornhof angesiedelt ist. „Mittlerweile besteht sogar ein Überangebot an Computern“, erläutert Geschäftsführer Karl-Heinz Malorny im Gespräch mit dieser Zeitung. „Das ist darauf zurückzuführen, dass wir jüngst von einem Unternehmen eine Spende von 20 Computern bekommen haben.“

Doch möchte Malorny keineswegs davon sprechen, dass der „Markt“ nun gesättigt sei. Die „Computerschwemme“ liege ursächlich im verhältnismäßig geringen Bekanntheitsgrad des Projekts, auf das man vielleicht mehr aufmerksam machen müsse. Es gebe sicherlich noch viele bedürftige Menschen, die gern kostenlos in den Besitz eines Geräts kommen würden.

Mit „Herz und Seele“ dem Projekt verbunden ist Mitarbeiter Jens-Peter Kautz, der in der Elmshorner Jürgenstraße 6-8 die gespendeten Computer entgegennimmt, die zum größten Teil von Unternehmen (70 Prozent) und von Privatleuten (30 Prozent) kommen. Seine Aufgabe ist es, die gespendeten Geräte, die auch teildefekt sein dürfen, durchzuchecken, noch vorhandene Daten auf der Festplatte zu löschen und dann ein Linux-Betriebssystem zu installieren.

„Falls die weitervermittelten Computer nicht richtig ticken, werden sie unentgeltlich repariert“, so Kauz. Wer spenden möchte, sollte darauf achten, dass das Gerät nicht vor 2004 gebaut wurde: Die Annahme von „Schrott“ verweigert Kauz. Zubehör wie Monitore, Tastaturen und Mäuse sowie Drucker sind ihm willkommen. Die Abholung erfolgt kreisweit.

Die Geschichte des sozialen und Umweltschutz-Projekts begann im Jahre 2011: Damals arbeitete Kauz bei der Firma Inab Pinneberg im Bereich PC-Recycling. Nach Beendigung des Projekts überlegte er, wie man es fortführen könne und fand in Karl-Heinz Malorny einen engagierten Partner. „Er war sofort von dieser Idee begeistert, und so machten wir uns daran, sie in die Tat umzusetzen.“ Das gestaltete sich nicht einfach, da Räumlichkeiten für eine Werkstatt und ein Lager fehlten. Schließlich entschloss man sich, die Räume der gGJS zu nutzen beziehungsweise die Küche zur PC-Küche umzufunktionieren. Mit einigen alten Rechnern, riesigen Röhrenmonitoren und diverser Hardware aus Restbeständen der Inab Pinneberg begann Kauz einen kleinen PC-Bestand aufzubauen, und bald konnten die ersten PC-Anlagen weitergegeben werden. Das Spendenaufkommen hielt allerdings mit dem Bedarf nicht Schritt: Man war gezwungen, eine Warteliste einzuführen. Die aktuelle Situation sieht nun ein wenig anders aus. Kontaktaufnahme mit Kauz ist unter Telefon 0176-53793241 oder computer-spenden@gmx.de möglich.

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erstellt am 10.Apr.2015 | 14:00 Uhr

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