CDU will wolfsfreie Zone einrichten

Plan für Hohenfelde: Fraktion bringt Resolution in Gemeinderat ein / Text soll noch einmal überarbeitet werden

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09. November 2018, 16:00 Uhr

Hohenfelde soll nach Angriffen auf Weidetiere im Gemeindegebiet und in der Nachbarschaft zur „wolfsfreien Zone“ erklärt werden. Das ist zumindest das Anliegen der CDU-Fraktion im Gemeinderat. Während der Sitzung der Gemeindevertretung am Mittwochabend im alten Pastorat brachten die Christemokraten eine entsprechende Resolution ein. Darin wird die Landesregierung aufgefordert, für Hohenfelde Maßnahmen zur Eindämmung der Wolfsgefahr zu ergreifen – bis hin zum Abschuss der Tiere.

Diese vorbereitete Resolution erschien den Mitgliedern der Mehrheitsfraktion der Wählergemeinschaft (WGH) nicht ausgereift. „Hier fehlen vor allem mögliche Maßnahmen zur Abwehr ohne Tötung der Wölfe – wie geeignete Schutzzäune für das Weidevieh oder ausreichende finanzielle Ausgleiche für die Tierbesitzer“, argumentierte Bürgermeister Torben Stuke.

Eine Gefahr für Spaziergänger oder spielende Kinder im Moor, die von CDU-Vertreterin Tekla Gaden ins Gespräch gebracht wurde, sah WGH-Mann Tobias Stuke nicht. „Es gibt seit über 100 Jahren keinen dokumentierten Angriff von Wölfen auf Menschen. Es gibt die Geschichte vom bösen Wolf aus dem Märchen der Brüder Grimm, aber nicht in der Realität“, sagte er.

Die Gemeindevertreter einigten sich darauf, die vorgebrachte Resolution zu überarbeiten und noch einmal während der Sitzung des Finanzausschusses am Montag, 26. November, zu beraten.


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