Kommunalwahl : CDU baut Vorsprung in Bilsen aus

Bürgermeister Peter Lehnert wird in Bilsen im Amt bleiben. Die CDU erhielt rund 68 Prozent der Wählerstimmen.
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Bürgermeister Peter Lehnert (hinten, Zweiter von rechts) wird in Bilsen im Amt bleiben. Die CDU erhielt rund 68 Prozent der Wählerstimmen.

Die Partei von Bürgermeister Peter Lehnert gewinnt fünf Prozentpunkte hinzu. In Heede bleibt die FWG stärkste Kraft.

shz.de von
08. Mai 2018, 11:15 Uhr

Bilsen/Heede | Erfolg für die CDU in der Gemeinde Bilsen: Gegenüber 2013 hat die Partei von Bürgermeister Peter Lehnert um fünf Prozentpunkte zugelegt und 68,45 Prozent der Wählerstimmen erhalten (2013: 63,38 Prozent). Das Bürger Forum Bilsen (BFB) rutschte von 36,62 Prozent in 2013 auf 31,55 Prozent ab. In Heede gewann die Freie Wählergemeinschaft (FWG) um Bürgermeister Reimer Offermann die Wahl. Die FWG erhielt laut vorläufigem Ergebnis 58,69 Prozent der Stimmen (2013: 60,87 Prozent), die Gemeinschaft Heeder Wähler 41,31 Prozent (2013: 39,03 Prozent).

Bilsens Bürgermeister Peter Lehnert (CDU) freut sich darüber, zwei Sitze in der nun elf Sitze großen Gemeindevertretung dazu gewonnen zu haben. „Ein traumhaftes Wahlergebnis, und das bei der hohen Wahlbeteiligung von 68 Prozent“, sagte er. „Unsere erfolgreiche Politik kann fortgeführt werden.“ Auch sehe er seine Arbeit als Bürgermeister bestätigt, zumal er persönlich viele Stimmen (348) erhalten habe. „Im Landesparlament habe ich als Abgeordneter damit eine stärkere Position“, so Lehnert. Er sieht durch das gute Landesergebnis der CDU auch die Jamaika-Koalition bestätigt.

Ulrike Thomsen von der Wählergemeinschaft zeigte sich hingegen enttäuscht vom Wahlergebnis. „Schade, die Bürger haben nicht genügend gewürdigt, was wir für das Dorf geleistet haben – wie etwa die zahlreichen Aktionen wie kostenlose Gartenmüllabfuhren und das große ehrenamtliche Engagement in Bezug auf Jugendarbeit“, sagte sie. Das BFB habe gute Gemeindepolitik betrieben und etliche politische Denkanstöße gegeben. „Das spiegelt sich im Wahlergebnis nicht wider“, so Thomsen. Trotzdem wolle man auch in der folgenden Legislaturperiode engagiert weiterarbeiten. „Wir lassen uns nicht entmutigen“, so Thomsen, die sich über ihr persönliches Ergebnis gefreut habe.

Freude über Ergebnis der FWG Heede

In Heede ist Bürgermeister Reimer Offermann (FWG) hoch zufrieden mit dem Wahlergebnis von 58,6 Prozent. „Ich sehe das als Bestätigung der Politik an, die wir vertreten haben, sowie meiner Arbeit und der des Gemeinderates“, sagte er gestern „Das bedeutet, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Allgemein sei die Wahlbeteiligung in den Dörfern, insbesondere aber in den Städten, gesunken, so Offermann. Das gelte auch für Heede, wo fünf Prozent weniger Bürger als 2013 von ihrem Stimmrecht Gebrauch machten. Mit 65 Prozent Wahlbeteiligung gingen in der Gemeinde aber wesentlich mehr Menschen zur Wahl als andernorts im Kreis Pinneberg. Trotzdem: Offermann weist darauf hin, dass lediglich zwei Drittel der Stimmberechtigten tatsächlich zur Wahl gegangen seien.

Offermanns Ziele für die Zukunft: „Wir haben bereits einen Bebauungsplan in Vorbereitung“, berichtete er. „Ziel ist es, Wohnbebauung zu ermöglichen.“ Jungen und Mädchen im Hemdinger Kindergarten sollen optimal untergebracht und betreut werden. Das gelte auch für die Schüler der Grundschule. Straßen und Wege sollen in einem guten Zustand erhalten werden. Weiteres Ziel sei der Breitbandausbau in den Außenbezirken. Reimer Offermann bekleidet das Amt des Bürgermeisters bereits im 25. Jahr.

GHW mit Ausgang der Wahl zufrieden

Er sei mit dem Ergebnis der Gemeinschaft Heeder Wähler (GWH) zufrieden, sagte Spitzenkandidat Ingo Holm. „Wir haben etwa 70 Stimmen mehr als vor fünf Jahren bekommen und ziehen mit vier Vertretern in den Gemeinderat ein. Alles andere hätte uns überrascht.“ Insgesamt hat der Heeder Gemeinderat neun Sitze. Themen, die auf der Agenda stünden, seien nun die Modernisierung der Feuerwehr und des Dorfgemeinschaftshauses sowie die Wohngebiets-Erweiterung.

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