Bullenkuhlen bei Breitband unsicher

Bürgermeister Willi Hachmann wünscht mehr Informationen vor einem Beitritt zum Zweckverband.Schilling
Bürgermeister Willi Hachmann wünscht mehr Informationen vor einem Beitritt zum Zweckverband.Schilling

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02. Januar 2013, 01:14 Uhr

Bullenkuhlen | Auf ihrer letzten Sitzung vor dem Jahresende handelte die Gemeindevertretung Bullenkuhlen eine Reihe von wichtigen Tagesordnungspunkten ab. So beschloss sie einstimmig die Haushaltssatzung für 2013. Diese wird im Ergebnisplan bei den Beträgen auf 320 200 Euro und bei den Aufwendungen auf 357 500 Euro, beim Jahresüberschuss auf Null und beim Jahresfehlbetrag auf 37 300 Euro festgesetzt. Das Zahlenwerk im Finanzplan sieht wie folgt aus: Die Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit: 317 400 Euro; Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit: 341 800 Euro. Einzahlungen aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit: 4500 Euro. Auszahlungen aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit: 13 500 Euro. "Wir leben von der Substanz", erklärte Wolfgang Ihde, Vorsitzender des Finanzausschusses und stellvertretender Bürgermeister, die Haushaltssituation. "Dazu tragen nicht zuletzt die großen Posten wie Kindergarten, Schule und Kreisumlage bei." Die Spieliothek Barmstedt hat 2011 und 2012 von der Gemeinde Bullenkuhlen eine freiwillige finanzielle Unterstützung in Höhe von 150 Euro pro Anno erhalten. Damit darf sie auch - laut Beschluss des Kommunalparlaments - in den kommenden zwei Jahren rechnen. Der Wendepunkt Elmshorn, unter anderem Anlaufstelle bei sexuellem Missbrauch, hatte ebenfalls einen Antrag auf einen Zuschuss gestellt und bekommt für das folgende Jahr 100 Euro. "Das ist eine wichtige Sache, die wir unterstützen sollten", unterstrich Bürgermeister Willi Hachmann vor der Abstimmung. Das fanden auch die Gemeindevertreter und votierten einstimmig dafür. Da die bisherige Jugendfeuerwehr (JuBaRa) mit insgesamt 70 Mitgliedern zu groß geworden ist, um gute Nachwuchsarbeit zu leisten, wurde beschlossen, sie in drei neue (Barmstedt, Rantzau West und Rantzau Ost) aufzusplitten. Das Gemeindeparlament erklärte sich mit der notwendigen Auflösung der bisherigen JuBaRa zum 31. Dezember und mit der Gründung der Jugendfeuerwehr "Rantzau West" zum 1. Januar 2013 einverstanden. Dieser gehören dann die Gemeinden Bevern, Bokholt-Hanredder, Groß Offenseth-Aspern, Lutzhorn und Bullenkuhlen an.

Zur besseren Versorgung der Gemeinden im Kreis Pinneberg mit schnellen Internetanschlüssen schlägt der AZV die Gründung eines Zweckverbandes Breitband vor: Die bisherige AZV Breitband GmbH soll aufgelöst werden. Nach längerer, intensiv und kontrovers geführter Diskussion über diesen Tagesordnungspunkt beschloss das Kommunalparlament, dem Zweckverband "BZV Südholstein" - vorerst - nicht beizutreten. "Ich finde, wir können keine Entscheidung treffen, bevor wir nicht über mehr Informationen verfügen", so Hachmann. Diesbezügliche Gespräche am Jahresanfang sollen zu einer Entscheidung führen, die während einer zusätzlichen Gemeindevertretersitzung festgezurrt wird. Fragen mit denen sich die Kommunalpolitiker, diesen Tagesordnungspunkt betreffend, auseinandersetzten, galten unter anderem dem "Beitrittsgeld" in Höhe von 20 000 Euro, der Möglichkeit, wieder auszusteigen sowie der tatsächlich vorhandenen Nachfrage nach schnellem Internet in Bullenkuhlen.

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