Heede : Bürgermeister Reimer Offermann - unterstützt von der Familie

In seinem Garten schöpft Heedes Bürgermeister Reimer Offermann Kraft für anstehende Aufgaben. Seit 1994 ist er Bürgermeister der Gemeinde und wurde jüngst im Amt bestätigt. Zudem arbeitet er beim Amt Rantzau als Stellvertreter von Amtsdirektor Heinz Brandt.
In seinem Garten schöpft Heedes Bürgermeister Reimer Offermann Kraft für anstehende Aufgaben. Seit 1994 ist er Bürgermeister der Gemeinde und wurde jüngst im Amt bestätigt. Zudem arbeitet er beim Amt Rantzau als Stellvertreter von Amtsdirektor Heinz Brandt.

Reimer Offermann aus Heede engagiert sich in vielen Bereichen. Kraft für neue Aufgaben schöpft er vor allem Zuhause

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06. August 2018, 12:00 Uhr

Heede | Sie sind Chefs und Repräsentanten ihrer jeweiligen Kommunen: Die Bürgermeister in den Gemeinden rund um Barmstedt erledigen ihre Arbeit ehrenamtlich. Unsere Zeitung stellt im Zuge einer Serie die Menschen vor, die hinter den Ämtern stehen. Heute: Reimer Offermann aus Heede.

Die schleswig-holsteinische Kommunalwahl 2018 ist Geschichte, längst sind die Kommunalpolitiker landauf, landab wieder ins politische Alltagsgeschäft eingestiegen. Das gilt auch für Heedes Bürgermeister Reimer Offermann, der der Freien Wählergemeinschaft Heede (FWG) angehört. Diese besetzt fünf, die Gemeinschaft Heeder Wähler (GHW) vier Sitze in der Gemeindevertretung. Mit einer Stimme Mehrheit im Bundestag zu regieren, sei eine äußerst fragile Angelegenheit, im Heeder Kommunalparlament jedoch nicht. Dort arbeiten die beiden politischen Kräfte trotz durchaus vorhandener Unterschiede gut zusammen, geeint in dem Bestreben, die Gemeinde weiterzuentwickeln und das Wohl der Bürger im Auge zu behalten.

In dieser Wahlperiode steht die Realisierung einer Reihe von Projekten in Heede beziehungsweise im Amt Rantzau auf der Agenda. So haben Offermann und seine Gemeindevertreter die örtliche Wehr in den Blick genommen, bei der es einen Modernisierungsbedarf gibt: Das vorhandene Fahrzeug kommt allmählich in die Jahre. Des Weiteren steht mittelfristig der Bau eines neuen Kindergartens in Hemdingen an. Außerdem wird ein Trägerwechsel bei der Einrichtung angestrebt, die 1973 durch eine Elterninitiative gegründet wurde. Seitdem sorgt sie – ehrenamtlich – für Betrieb und Unterhaltung des Kindergartens. Mittlerweile sei dieser aber gewachsen und damit auch der finanzielle Umfang und die Aufgabenstellungen, die dort anfielen, so Offermann. Diese überstiegen die ehrenamtliche Arbeit des Trägervereins. Gesucht werde ein professioneller und nichtkonfessioneller Träger – „und zwar einvernehmlich mit den Mitarbeitern“, betont der Heeder. Er ist seit seiner erstmaligen Wahl zum Bürgermeister im Jahre 1994 auch Vorsitzender des Schulausschusses für die Grundschule Hemdingen, der sich um Schule und Kindergarten kümmert.

Heftige Kritik

Die Diskussionen über das Seniorenheim Barmstedt/ Rantzau reißen nicht ab. Oft wird auch heftige Kritik geübt, und mehrere Gemeinden wollen aus dem Zweckverband austreten. „Ich bin ein Befürworter des kommunal geführten Seniorenheims, da wir es zur Grundversorgung der Bevölkerung benötigen“, unterstreicht Offermann. „Ich finde es akzeptabel, wenn die jährliche Abschlussbilanz null Euro ergibt.“ Sollte einmal ein Defizit entstehen und es sich in einem erträglichen Rahmen bewegen, müsse es eben auf die beteiligten Gemeinden umgelegt werden.

In den 24 Jahren, in denen Offermann maßgeblich die Geschicke der Gemeinde Heede mitgestaltete, hat sich vieles verändert – auch in der Gemeindevertretung selbst. Dort seien beispielsweise kaum noch, wie früher, Landwirte vertreten. Natürlich habe sich seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit auch auf das Familienleben ausgewirkt. „Ich könnte das alles nicht leisten ohne die Unterstützung meiner Familie“, unterstreicht der Heeder, der während seines aktiven Berufslebens langjährig als Datenverarbeitungstechniker für IBM gearbeitet hat.

In der ihm verbleibenden Freizeit widmet sich Offermann „Haus und Hof“, wie er  erzählt. Dabei schöpfe er neue Kraft. „Ich reise auch gern mit meiner Familie ins europäische Ausland. Im Augenblick besteht allerdings eine Reisepause.“

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