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„Frackingfreies Auenland“ : Bürgerinitiative zieht Zwischenbilanz

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Bürgerinitiative „Frackingfreies Auenland“ zieht nach zwei Monaten eine Zwischenbilanz und ist zufrieden.

Brande-Hörnekirchen | Während ihres Gesamttreffens hat die Bürgerinitiative (BI) „Frackingfreies Auenland“ vor Kurzem eine erste Bilanz ihrer Aktivitäten gezogen. „Unsere Veranstaltungen wie die Regionaltreffen und Informationsstände waren sehr konstruktiv. Wir konnten viele Leute erreichen, die sich für den Informationsverteiler eingetragen haben“, sagte Marion Ecke, eine der Gründerinnen der BI. „Die Zusammenarbeit mit Parteien, Wählergemeinschaften, Naturschutzverbänden und Gemeindevertretern hat sich entwickelt und wird weiter gepflegt.“ Aktivitäten vor Ort würden durch die Vernetzung mit anderen Bürgerinitiativen in Schleswig-Holstein und ganz Deutschland unterstützt.

Vor etwa zwei Monaten war die BI „Frackingfreies Auenland“ im Beisein von 250 Bürgern gegründet worden. Mittlerweile hat sie zahlreiche Aktionen und Informationsveranstaltungen durchgeführt. Sie will ihre Bemühungen künftig noch verstärken. Das wurde auch auf der Versammlung in der Hörnerkirchener Gaststätte „Zur Tankstelle“ deutlich, zu der 41 der etwa 90 Aktiven kamen.

Geprägt wurde die Versammlung durch Referate der verschiedenen Regionalgruppen. So gab es einen Überblick über die Aktivitäten in den vergangenen Wochen. Ein Hinweis galt dem BI-Flyer, der bereits im Entwurf vorgestellt worden sei und nach Überarbeitung auch verteilt werde. Begonnen wird laut Ecke auch mit der Unterschriftensammlung für die europaweite Bürgerinitiative gegen die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP), das umfassende Wirtschafts- und Handelsabkommen mit Kanada (CETA) und das Abkommen zwischen der USA, Kanada, Japan, Australien, Schweiz und Ländern in Asien und Lateinamerika (TISA). „Insbesondere die darin enthaltenen Investorschutzklauseln ermöglichen Fracking durch die Hintertür“, so Ecke.

Weiteres Ergebnis der Veranstaltung: Die Regionalgruppen sollen künftig mehr Eigeninitiative entwickeln. Ob Pädagoge, Informatiker oder Landwirt – verschiedenste Menschen sind in diesen Gruppen vertreten. Sie stammen unter anderem aus Lutzhorn, Barmstedt, Bokel sowie den weiteren Hörner-Dörfern. Gesamttreffen sollen künftig vierteljährlich stattfinden. Für die Regionalgruppen Elmshorn/Horst und Umland, Bad Bramstedt, Neumünster und Umland sowie die Hörner-Dörfer und Umland sind monatliche Treffen geplant.

Für Mittwoch, 15. Oktober, 19.30 Uhr, ist eine Informationsveranstaltung zum Thema „Frackingaktivitäten im Raum Barmstedt“ in der Gaststätte Heeder Damm in Heede geplant. Referent wird Siegfried Sensch  sein. Das Saturn-Kino in Barmstedt zeigt übernächste Woche den Film „Gasland“. Vorführungen gibt es am 21., 22. und 24. Oktober jeweils um 20 Uhr.
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erstellt am 10.Okt.2014 | 16:00 Uhr

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