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Brande-Hörnerkirchen : Bürgerinitiative gegen Fracking gegründet

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Sie wollen ein Verbot der Öl- und Gasförderung im Bereich des Erlaubnisfelds Bramstedt erwirken: Die Mitglieder der neuen Bürgerinitiative.

Brande-Hörnerkirchen | Volles Haus in der Gaststätte „Zur Tankstelle“: Mehr als 250 Gäste – darunter ein NDR-Kamerateam – haben gestern Abend in Brande-Hörnerkirchen die Gründung der ersten Bürgerinitiative (BI) gegen Fracking in der Region verfolgt. „Wir wollen das Auenland zu einer unbequemen Gegend für Unternehmen machen, die derartiges hier planen“, sagte Heike Otto, eine der Gründerinnen der Initiative. Die Mitglieder setzen sich für ein Verbot der Öl- und Gasförderung im Bereich des Erlaubnisfelds Bramstedt ein.

Wie am vergangenen Freitag bekannt wurde, will Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) das umstrittene Fracking in Deutschland streng begrenzen. „Fracking zur Förderung von Schiefer- und Kohleflözgas wird es zu wirtschaftlichen Zwecken auf absehbare Zeit bei uns nicht geben“, sagte sie am 1. August. Sie wolle per Gesetz „die strengsten Regeln einzuführen, die es in diesem Bereich jemals gab“, sagte die Ministerin. Der Schutz der menschlichen Gesundheit und des Trinkwassers hätten „absolute Priorität“. Dem Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) gehen die Pläne nicht weit genug, er fordert ein Fracking-Verbot ohne jede Ausnahme.

Der Gesetzentwurf solle vermutlich nach der Sommerpause des Deutschen Bundestages in die Ressortabstimmung gehen, hieße es in Regierungskreisen. Einen genauen Zeitplan gebe es aber noch nicht.

Hendricks reagierte mit ihren Äußerungen auf ein Gutachten des Umweltbundesamtes, das am Mittwoch, 30. Juli, veröffentlicht wurde. Darin wird eine klare gesetzliche Regelung gefordert. Die Behörde empfiehlt eine umfangreiche Risikobewertung sämtlicher Vorhaben zur Gas- und zur Erdölförderung. Jede Form des Frackings in sensiblen Gegenden wie Wasserschutz-, Heilquellschutz - oder Naturschutzgebieten müsse verboten werden.

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erstellt am 06.Aug.2014 | 12:00 Uhr

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