Bürgerbus-Start im Mai oder Juni

Hörnerkirchen möchte das Projekt Höki-Mobil möglichst schnell umsetzen / Ehrenamtliche Helfer können sich beim Bürgermeister melden

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03. März 2020, 15:24 Uhr

Hörnerkirchen | Wenn alles wie erhofft läuft, kann der Bürgerbus in Hörnerkirchen schon im Mai seinen Betrieb aufnehmen. Diese Zeitschiene nannte Reinhart Reiner, Vorsitzender des Sozialausschusses, während der jüngsten Sitzung im Landhaus Mehrens. „Vermutlich wird der Bus aber eher im Juni starten“, so Reiner.

„Wie werden den Bürgerbus nicht wie ursprünglich geplant umsetzen können, zumindest vorerst nicht“, stellte der Ausschuss-Vorsitzende klar. Schon seit November 2018 steht in Hörnerkirchen das Thema auf der Agenda. Der Bus soll andere Angebote wie den regulären Linienbus oder Taxis ergänzen. Ursprünglich war mit 15 oder mehr ehrenamtlichen Helfern geplant worden. Doch da Hörnerkirchen das Projekt erst einmal im Alleingang stemmen will (wir berichteten), soll das vorerst auf ein Jahr beschränkte Pilotprojekt mit geringeren Kosten und weniger Mitstreitern umgesetzt werden. „Wir werden eine abgespeckte Lösung ausprobieren, aber die muss ja nicht schlechter sein“, so Reiner.

Träger des Projekts wird der örtliche Verein Kreuz und Quer sein, der auch das Fahrzeug stellen will. Zum Einsatz kommen soll ein achtsitziger Kleinbus. Der Bürgerbus im Kleinformat läuft unter dem Namen Höki-Mobil. „Wir schauen einfach, wie das Projekt angenommen wird und können dann ja sehen, was wir verändern müssen“, sagt Reiner. Auch die Bewohner der anderen Dörfer des Amtsbezirks Osterhorn, Westerhorn und Bokel sollen den Bus nutzen dürfen – obwohl die Lokalpolitiker in allen drei Gemeinden dem Projekt bislang mehrheitlich eher skeptisch gegenüberstehen. Kritisch gesehen wird vor allem die hohe Zahl an ehrenamtlichen Helfern. Genau die wollen die Hörnerkirchener Bürgerbus-Verantwortlichen nun möglichst schnell zusammen bekommen. „Fahrer und Freiwillige für den Telefondienst werden noch gesucht“, sagte Reiner. Interessenten können sich an Bürgermeister Siegfried Winter unter der Telefonnummer (0 41 27) 3 57 wenden.

Auch den geplanten Ablauf bis zum eigentlichen Projektstart gab Rainer während der Sozialausschuss-Sitzung bekannt. Fast fertig sei bereits der Flyer, mit dem die Einwohner über das Projekt informiert werden sollen. Mitte oder Ende März soll das Schreiben in den Briefkästen liegen. Anschließend ist eine Planungsveranstaltung angedacht, ehe die Schulungen für die Helfer anstehen.

Auf Tour gehen soll das Höki-Mobil an zwei Tagen pro Woche. Auch Helfer aus den Umlandgemeinden sind willkommen. Gedacht ist die Mitfahrgelegenheit vor allem für ältere Menschen, doch auch Jüngere können einsteigen. „Alle dürfen den Bus nutzen“, betonte der Ausschuss-Chef.

Läuft das Projekt wie erhofft an, könne es jederzeit erweitert werden. Zuletzt wurde auch in der Nachbarstadt Barmstedt über einen Bürgerbus diskutiert. „Wir werden versuchen, so viele Gemeinden wie möglich mit ins Boot zu holen“, hatte Reiner bereits während einer Infoveranstaltung im August erklärt. Je mehr Orte mitmachten, desto günstiger werde am Ende auch die Umsetzung.

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