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Barmstedt : Bürger sind wütend - die Bürgersteige verwuchern

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Auf vielen Gehwege wuchert das Unkraut. Die Verwaltung sagt, dass für regelmäßige Kontrollen das Personal fehlt.

Barmstedt | Wenn Holger Müller (Name geändert) durch Barmstedt geht, ärgert er sich oft: „Viele Rinnsteine und Gehwege sind verunreinigt und voller Unkraut“, hat er festgestellt. Zwar rufe die Stadt einmal jährlich dazu auf, sie zu reinigen. „Aber wenn so etwas nicht kontrolliert wird, wird an vielen Stellen nichts gemacht“, so Müller. Vor einigen Grundstücken seien die Sträucher schon fast bis zur Straße hingewachsen, „so dass man in der Sicht behindert wird“. An anderen Orten seien die Hecken zu hoch, bemängelt der Barmstedter. „Man kann dann nicht sehen, ob Fußgänger oder Radfahrer von rechts kommen, wenn man mit einem Fahrzeug aus der Straße abbiegt.“

Die teils überwucherten und ungepflegten Gehwege seien „kein Aushängeschild für Barmstedt“, meint Müller. Diverse „Schandflecke“ habe er dem Rathaus schon gemeldet. „Dafür gibt es ja die gelben Blätter im Rathaus.“ Stadtsprecher Wolfgang Heins bestätigte auf Anfrage, dass die Verwaltung über die „gelben Zettel“ häufiger Hinweise von Bürgern erhalte. „Wir prüfen dann den Sachverhalt und leiten, wenn wir es für notwendig halten, ein Verfahren ein.“ Zuerst werde der Grundstückseigentümer aufgefordert, den Missstand zu beseitigen. Sollte das nicht innerhalb der gesetzten Frist erfolgt sein, könne ein Bußgeld verhängt werden.

Regelmäßige Kontrollen der Geh- und Radwege seien personell nicht zu leisten, sagte Heins. „Wir haben zwar einen Straßenläufer, aber der kontrolliert die Gehwege und Straßen ,nur’ auf Schäden.“ Ansonsten würden die Mitarbeiter des Bauhofs oder des Ordnungsamts bei Außendienstfahrten auf zu üppig wuchernde Pflanzen achten. „Und wenn irgendwo gravierend etwas ins Auge fällt, wird dem nachgegangen.“

Die Verwaltung will nicht nur die Bürger in die Reinigungs-Pflicht nehmen. „Wir sind natürlich auch für Hinweise dankbar, wenn wir bei unseren eigenen Grundstücken etwas übersehen“, betont Pressesprecher Wolfgang Heins. Das gelbe Schäden- und Mängel-Formular liegt im Rathaus aus.

Durch „übermäßiges Wachstum“ von Pflanzen an Bordsteinkanten und in Rinnsteinen entstünden Verunreinigungen, die zu einer Versandung der Abwassersysteme führten, so Heins. „Die dadurch entstehenden Mehrkosten müssen dann alle tragen.“ Deshalb seien alle Grundstückseigentümer aufgefordert, die Rinnsteine regelmäßig zu reinigen. Das gleiche gelte für Verkehrszeichen, die „stets gut sichtbar sein und deshalb freigeschnitten werden sollten“.

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erstellt am 18.Dez.2015 | 00:32 Uhr

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