Stadtmarketing : Bürger bringen sich ein

<p>Die Besucher diskutierten über die Vorschläge. </p>

Die Besucher diskutierten über die Vorschläge.

Bei einem Info-Abend wurden Ideen gesammelt, um Barmstedt attraktiver zu gestalten.

shz.de von
10. Juli 2018, 13:30 Uhr

Barmstedt | „Warum brauchen wir überhaupt ein  Stadtmarketing? Es gibt doch schon so viel in Barmstedt.“ Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) die etwa 20 Bürger, die sich vor kurzem zum Info-Abend in der Kommunalen Halle eingefunden hatten. Aus ihrer Sicht sei ein gutes  Stadtmarketing notwendig, fuhr sie fort. „Unsere Stadt steht in einem ständigen Wettbewerb mit anderen Kommunen um neue Bürger und Gewerbe. Wer attraktiv bleiben will, muss sich durch Alleinstellungsmerkmale abheben, Gästen und Bürgern etwas bieten und den verschiedenen Bedürfnissen ge-recht werden“, sagte Döpke.

Seit 2014 wird an dem Thema gearbeitet. Ein damaliger Aufruf des Handels- und Gewerbevereins  hatte viele Ideen erbracht,  von denen wegen fehlender  Ressourcen bisher allerdings nur wenige umgesetzt werden konnten. Ein Weinfest auf der Schlossinsel etwa konnte aufgrund fehlender Stromversorgung nicht durchgeführt werden.  Das Tourismusbüro auf der Insel anzusiedeln, sei in Arbeit, berichtete Mitarbeiter Marcel Holz. „Wir müssen da sein, wo sich die Besucher aufhalten. Und das möglichst auch mit Öffnungszeiten am Wochenende.“ Als Standort sei das Museum denkbar.

Um mit dem Thema voranzukommen, habe die Stadt die GLC Glücksburg Consulting AG aus Hamburg beauftragt, wie Döpke erläuterte. „Wir haben  schon viel getan.  Das alles in ein Konzept zu bringen, auf eine solide Grundlage zu stellen und entsprechend auszustatten ist die Herausforderung,  damit alle Akteure eine Richtung einschlagen können“, beschrieb sie die Aufgabenstellung an die Agentur. Projektleiterin Linda Vogt-Gröncke (GLC) schilderte den bisherigen Ablauf so: „Einrichtung einer Lenkungsgruppe, Installation einer Homepage, Expertengespräche und nun eine Bürgerversammlung.“

Die bisherigen Anregungen konnten von den Anwesenden mit zusätzlichen Ideen ergänzt werden. Wohnen und Leben, Innenstadt und Verkehr, Kooperation und Organisation, Wirtschaft, Gewerbe und Kultur, Veranstaltungen und Tourismus lauteten die Überschriften an den Pinnwänden. Darunter standen Ideen wie „eine offene Markthalle mit vielen kleinen Ständen und Öffnung bis 22 Uhr“, „Geschichtspfad“, „Holländischer Stoffmarkt“, „Open-Air-Kino“, „Licht auf dem höchsten Tank der Meierei“ „Zur Reduzierung des Fachkräftemangels sollten sich Berufe wie Pflege oder Handwerk   an den Schulen vorstellen“. Auch der Wunsch nach einer höheren Gewichtung des Fahrradverkehrs mit mehr Abstellmöglichkeiten war zu lesen, und  der Ruf nach mehr Fachärzten fehlte ebenfalls nicht. Das Museum sollte durch temporäre Veranstaltungen attraktiver gemacht werden, und ein neues Amphitheater mit kostenloser Vergabe an Künstler und Schausteller war ein weiterer Vorschlag. All das wird die GLC  in eine Umsetzungsempfehlung einarbeiten und den politischen Gremien vorstellen. Nähere Infos gibt es im Internet.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen