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Mit interaktiver Karte : Brückensperrung: Lkw weichen über Barmstedt aus

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Umleitungen für Lastwagen sind eingerichtet. Der Ausbau der L75 wird voraussichtlich verschoben.

shz.de von
erstellt am 23.Dez.2016 | 15:15 Uhr

Barmstedt | Auf der Wittenberger Straße in Elmshorn ist es eng geworden: Seit Donnerstag ist die Krückaubrücke im Zuge der Kreisstraße 23 (Wittenberger Straße) offiziell für den Schwerlastverkehr gesperrt. Betonwände – jedes Element etwa 2,5 Tonnen schwer – begrenzen seitdem die Fahrbahnbreite auf 2,10 Meter. Die Sperren sind im Bereich der Kreuzungen Kaltenweide und An der Au mit der Wittenberger Straße aufgebaut worden. Brummis über 7,5 Tonnen müssen seitdem ausweichen – entweder über die A23 oder Barmstedt. Autos dürfen das über 63 Jahre alte Brückenbauwerk noch mit Tempo 30 befahren.

Der Kreis hat eine der wichtigsten Verkehrsadern in Elmshorn und Umgebung für Lastwagen gesperrt, weil die Krückaubrücke marode ist und akute Einsturzgefahr besteht. „Für Rettungswagen und Müllabfuhr haben wir Lösungen gefunden“, sagt Jürgen Tober von der Kreisverwaltung.

Mit mehr Verkehr müssen ab sofort die Gemeinden Kölln-Reisiek, Bevern und Bokholt-Hanredder rechnen – genauso wie die Stadt Barmstedt, wie Pressesprecher Wolfgang Heins gestern erklärte. Denn umfahren können Lkw-Fahrer den gesperrten Bereich entweder über die A  23 mit den Anschlussstellen Elmshorn und Horst/Elmshorn oder über die ausgeschilderte Umleitung, die über die Kreisstraße 10 sowie die Landesstraßen 110 und 75 führt. „Von der Umleitung ist in Barmstedt die Moltkestraße (L75) und Pinneberger Landstraße ( L110) betroffen. Die Verkehrsanordnung des Kreises Pinneberg gilt bis auf Weiteres“, so Heins. Die Umleitungsrouten für Laster sind im Barmstedter Umland mit gelben Schildern ausgeschildert. Zudem weisen große Info-Tafeln in Elmshorn auf die Sperrung für Lastwagen hin.

Für die Region ist das Lkw-Verbot aber nur der Anfang. Die Auswirkungen für Barmstedt und Elmshorn werden 2017 voraussichtlich noch wesentlich größer ausfallen. Die 2600 Lastwagen, die täglich über die Brücke gefahren sind, werden auf unbestimmte Zeit umgeleitet. Die Brücke über die Krückau muss neu gebaut werden. Kosten: 1,5 Millionen Euro. Schon im nächsten Jahr soll es losgehen. Dann wird die Wittenberger Straße wohl voll gesperrt werden, und zu den Lastwagen werden noch 20.000 Autos kommen, die sich täglich neue Wege suchen.

Auch der weitere Ausbau der Landesstraße 75, der in diesem Jahr gestartet worden war, wird aller Voraussicht nach nicht wie geplant weitergehen. Beim Verkehrsgipfel in dieser Woche im Elmshorner Rathaus sei grundsätzlich eine Einigung zwischen Kreis und Land erzielt worden, den Ausbau zu verschieben, so Kreissprecher Oliver Carstens. Es fehle aber noch die endgültige Bestätigung aus Kiel, betont er. Der Kompromiss sieht vor, dass das Land die Sanierung der L  75 nach hinten verlegt. Im Gegenzug sichert der Kreis zu, die neue Krückaubrücke binnen eines Jahres neu zu bauen. In diesem Fall würde auch die diskutierte Behelfsbrücke im Zuge der K23 obsolet, so Carstens.

Unklar ist auch noch, ob alle Arbeiten an der L  75 betroffen wären. Gearbeitet werden sollte 2017 voraussichtlich an drei Teilstücken. Saniert werden sollte unter anderem die Ortsumgehung Barmstedts (Spitzerfurth/Mühlenweg). Zudem sollte nach der Winterpause der Ausbau zwischen Heede und Hoffnung weitergehen. Umfangreiche Arbeiten waren auch in Offenau zwischen der A  23 und dem Ortseingang Elmshorn geplant. Über dieses Teilstück führt aber bereits jetzt eine der offizielle Umleitungsrouten.

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