zur Navigation springen
Barmstedter Zeitung

17. Oktober 2017 | 04:05 Uhr

Barmstedt : Brückenschlag in die Dürer-Zeit

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Neue Ausstellung auf der Rantzauer Schlossinsel mit Arbeiten von Johann Feught. Die Eröffnung ist am Sonnabend.

shz.de von
erstellt am 12.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Die Kunstfreunde in der Region können sich freuen: In der Galerie Atelier III auf der Schlossinsel Rantzau in Barmstedt wird am kommenden Sonnabend, 14. September, eine überaus sehenswerte Ausstellung eröffnet. Bei dieser Präsentation unter dem Titel „Looking for Albrecht“ werden überaus markante Arbeiten des renommierten kanadische Kunstprofessors Johann Feught gezeigt – und zwar mehrere „Fusion portraits“.

„Mit diesen detailreichen Bildern stellt der Künstler eine persönliche Verbindung zu einigen Schlüsselwerken von Albrecht Dürer her“, erläutert die Barmstedter Galeristin Karin Weißenbacher. Vielschichtig, aufwendig und humoristisch seien die Exponate – von „Ritter Tod und Teufel“ bis hin zum „Magister Artium“ werden die Besucher der Ausstellung in einer Serie von insgesamt zehn Arbeiten Feughts Selbstinszenierung „Looking for Albrecht“ erleben können.

Ein Erlebnis, das sich bestimmt lohnen wird, denn bereits im Knabenalter hatte der gebürtige Frankfurter Feught sein Schlüsselerlebnis mit dem bedeutenden Künstler, Grafiker und Kunsttheoretiker Albrecht Dürer (1471 bis 1528).


Hommage an das historische Vorbild


„Bei seinem damaligen Besuch in Dürers Werkstatt, im sogenannten Nürnberger Dürerhaus wurde Feught mit dem umfangreichen, konzentriertem Schaffen, den Techniken und Arbeitsweisen des alten Meisters konfrontiert. Dort empfing er die innere Gewissheit, den eigenen Weg als Künstler zu gehen“, so Weißenbacher weiter. Durch die Kontaktaufnahme mit dem Wirkfeld im Wohn- und Arbeitshaus Dürers wurde der junge Feught inspiriert und Dürer zu einer seiner Leitfiguren in Arbeitsweise, Forschung und künstlerischer Disziplin. „Looking for Albrecht“ sei daher eine Hommage an den bedeutenden Künstler der Reformationszeit.

Den Barmstedter Kunstfreunden ist Feught übrigens kein Unbekannter: 2008 stellte er im Rahmen der „Kanadischen Länderwochen in Barmstedt“ zum ersten Mal auf der Schlossinsel aus, und im Anschluss folgte unter dem Titel „Angels and Brides“ noch eine weitere Einzelausstellung mit malerischen Werken im Jahr 2010.

„Zu unserer Freude wird Barmstedts neue Bürgermeisterin, Heike Döpke, die Ausstellung für die Stadt Barmstedt am Sonnabend eröffnen“, erklärt Weißenbacher. Neben Johann Feught, der in die Ausstellung einführen sowie für Fragen zur Verfügung stehen wird , werden weitere Gäste erwartet, darunter Vertreter der Stadt Barmstedt und die Vorsitzende des Kreiskulturverbandes Pinneberg, Elke Ferro-Goldstein.

Für die musikalische Umrahmung sorgt der Flötist Hartmut Ledeboer, der auf der Blockflöte und dem historischen Dudelsack Werke aus der Musikwelt des Spätmittelalters beziehungsweise der Frührenaissance erklingen lassen will.

Die Ausstellung wird bis zum 27. Oktober zugänglich sein. Die Galerie Atelier III ist von Dienstag bis Donnerstag, jeweils von 14 bis 18 Uhr, sowie am Sonnabend und Sonntag, jeweils von 12 bis 18 Uhr geöffnet.

>www.galerie-atelier-3-barm- stedt.de



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen