Sperrung in Elmshorn : Brückenbau: Arbeiten sollen im Dezember enden

Im Verlauf der Wittenberger Straße in Elmshorn wird die Krückau-Brücke erneuert. Elmshorn und die Umlandgemeinden bereiten sich auf ein Verkehschaos vor.

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22. März 2017, 13:30 Uhr

Elmshorn | Elmshorn bereitet sich vor: Denn da kommt etwas zu auf die Stadt – im schlimmsten Fall eine Blechlawine, die sich in den kommenden Wochen und Monaten täglich durch die Straßen quälen wird. Und auch Kölln-Reisiek, Bevern, Bullenkuhlen, Bokholt-Hanredder und die Stadt Barmstedt müssen sich bis zum Bauende im Dezember auf mehr Verkehr einstellen. Denn auch die Umleitung für Autofahrer führt durch den Amtsbezirk Rantzau und das Stadtgebiet.

Dass die einsturzgefährdete Brücke über die Krückau im Zuge der Wittenberger Straße abgerissen werden muss, steht seit Dezember 2016 fest. Gestern teilte der zuständige Kreis Pinneberg mit, wann einer der wichtigsten Verkehrsadern für die Stadt Elmshorn und das Umland durchschnitten wird. Am Montag, 3. April, um 9 Uhr tritt die Sperrung in Kraft. 20.000 Autos, die täglich über diese Brücke fahren, werden umgeleitet und müssen sich neue Wege suchen. Vor allem Elmshorn fürchtet das Verkehrschaos. „Besonders an der Kreuzung Friedensallee/Kaltenweide könnte es zu größeren Problemen kommen“, betonte Petra Langefeld, Chefin des Flächenmanagements im Elmshorner Rathaus.

Die Ampeln sollen an den neuralgischen Punkten so umgestellt werden, dass mehr Verkehr abfließen kann. Die Stadt werde den Verkehrsfluss im Stadtgebiet genauestens beobachten, um schnell reagieren zu können. „Wir setzen uns alle 14 Tage zusammen“, betonte Langefeld. Erfahrungsgemäß dauere es mehrere Tage bis sich die Verkehrssituation eingependelt habe. Im Zuge der Lkw-Sperrung, die bereits seit Dezember 2016 in Kraft war, hatte die Stadt in Absprache mit dem Kreis im Nachhinein Tempo 30 auf der Köllner Chaussee angeordnet. Die Zunahme des Schwerlastverkehrs im Stadtgebiet hatte den befürchteten Verkehrsinfarkt nicht ausgelöst. Doch jetzt kommen auf den Umleitungsstrecken die Pkw hinzu. Im Rathaus stellen sich die Verantwortlichen auf ein „bisschen Katastrophenmanagement“ ein. Denn in der Stadt wird 2017 gebuddelt und geflickt, insgesamt stehen elf größere Vorhaben an. Dazu kommt die gesperrte Brücke. In Elmshorn dürfte – mal wieder – viel Geduld gefragt sein.

 

Um in der Region Barmstedt einen Verkehrskollaps zu vermeiden, hatten Kreis und Land bereits im Vorwege einen Kompromiss zum Ausbau der Landesstraße 75 (L75) geschlossen. Dieser sieht vor, dass das Land die Sanierung der L75 nach hinten verlegt. Im Gegenzug sichert der Kreis zu, die neue Krückaubrücke binnen eines Jahres neu zu bauen. „Das Land Schleswig-Holstein konnte seine geplanten Baumaßnahmen auf der Umleitungsstrecke glücklicherweise verschieben“, so Carstens. „Ansonsten wären die Beeinträchtigungen nochmal deutlich massiver gewesen.“

Wie berichtet, werden die Bauarbeiten an der L75 in Offenau verschoben. Auch auf der Pinneberger Landstraße in Barmstedt zwischen dem Kreisel und der Moltkestraße werde nicht gebaut, so der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr. Gearbeitet werden soll aber zwischen dem Kreisel Pinneberger Landstraße/Spitzerfurth und der Hoffnunger Chaussee in Heede – und das voraussichtlich schon ab April.

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