Schnelles Internet : Breitband im Amt Rantzau: Entscheidung soll am 26. März fallen

Voraussichtlich ab Sommer dieses Jahres soll in acht Kommunen des Amts Rantzau und Klein Offenseth-Sparrieshoop ein flächendeckendes Glasfasernetz errichtet werden.
Voraussichtlich ab Sommer dieses Jahres soll in acht Kommunen des Amts Rantzau und Klein Offenseth-Sparrieshoop ein flächendeckendes Glasfasernetz errichtet werden.

Das Vergabeverfahren für das Projekt beim Amt Rantzau nähert sich dem Ende. Spatenstich für kommenden Sommer angedacht.

shz.de von
07. März 2018, 12:30 Uhr

Barmstedt | Der weitere Zeitplan für das Breitbandprojekt im Amtsbezirk Rantzau sowie Klein Offenseth-Sparrieshoop steht fest: Bis kommenden Mittwoch sollen die Bieter, die Interesse an einem Ausbau des schnellen Internets haben, ihre finalen Angebote einreichen. Laut Hauptamtsleiter Arne Zentner sollen diese umgehend ausgewertet werden. Während der Amtsausschusssitzung am 26. März in Barmstedt soll dann darüber beraten werden, wer das Netz aufbaut, berichtete er während der Sitzung des Hauptausschusses des Amts am Montagabend in Barmstedt. Ziel des Breitbandprojekts ist es, die acht teilnehmenden Kommunen des Amts Rantzau – Bevern und Ellerhoop beteiligen sich nicht – sowie Klein Offenseth-Sparrieshoop flächendeckend mit schnellem Internet zu versorgen. Insgesamt stellen die Gemeinden für den Ausbau – das Fördergeld von Bund und Land einberechnet – 4,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Vergabeverfahren nähert sich also dem Ende entgegen. In den vergangenen Monaten hätten alle kritischen Fragen im Verfahren vom Fördergeber sowie den beteiligten Institutionen beantwortet werden können, so Zentner weiter. Sei der Bieter schließlich ausgewählt, stehe nach Ablauf der Einspruchsfrist im Zuge des Vergabeverfahrens noch die Stellungnahme der Bundesnetzagentur aus. Dort sei mit einer Bearbeitungszeit von etwa acht Wochen zu rechnen. Und weiter: „Es ist damit zu rechnen, dass der Spatenstich für den Breitbandausbau im Sommer erfolgen wird.“

Während der Sitzung beschäftigten sich die Ausschussmitglieder zudem mit der Flüchtlingssituation im Amtsbezirk. 56 Asylbewerber seien dem Amt Rantzau derzeit zugewiesen, berichtete Alexander Harms vom Ordnungsamt. Einen Großteil davon machten Familien aus: Unter den 56 Personen seien acht Familien mit 40 Personen. Zwei weitere Flüchtlinge erwarteten aktuell ihre Familien. „Das wären dann neun Personen“, so Harms.

Die Zahlen und die Unterbringungssituation seien entspannt. Das Amt besitze fünf angemietete Häuser und habe drei angemietete Wohnungen. Mietwohnraum, der nicht mehr benötigt werde, werde sukzessiv abgestoßen. Dabei müsse die Verwaltung den Zwiespalt zwischen dem Menschlichen auf der einen und den Kosten für das Amt auf der anderen Seite beachten. „Zu viel Überkapazität kostet“, so Harms. „Die Menschen müssen aber auch angemessen untergebracht werden. Das ist der schmale Grat, auf dem wir uns bewegen.“

Das Amt könne gut auf die Herausforderungen reagieren, unterstrich Heedes Bürgermeister Reimer Offermann. „Und das ist wichtig.“ Während des Höchststands der Flüchtlingszahlen in 2015 und 2016 habe das Amt viele Angebote für Container oder Holzhäuser als Unterbringungsmöglichkeiten erhalten. Das Konzept, einige Immobilien anzukaufen und hier und da Wohnraum anzumieten, sei das richtige gewesen. „Und die Häuser werden wir im Hamburger Umland auch wieder auf den Markt bekommen“, so Offermann weiter.

Einen Asylbewerber habe das Amt im vergangenen Monat neu unterbringen müssen, ein zweiter soll im März hinzukommen, so Harms weiter. „Das ist sehr überschaubar.“ Dementsprechend habe sich mittlerweile auch die Betreuungssituation gewandelt. „Es geht jetzt um Arbeitsplätze, eine Ausbildung und Familiennachzug“, berichtete der Ordnungsamtsmitarbeiter. „Nach der Anerkennung schlägt zudem häufig das Trauma der Flucht durch.“ Ein Stamm von Ehrenamtlichen helfe engagiert dabei, die Aufgaben zu bewältigen.

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