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Bullenkuhlen : Breitband: Bürger zeigen Interesse

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Einwohnerversammlung: Die Bullenkuhlener signalisieren Interesse an Errichtung eines Glasfasernetzes in der Gemeinde.

Während einer Einwohnerversammlung in der Schankwirtschaft „Harbeck“ in Bullenkuhlen haben am Donnerstagabend zahlreiche Bürger ihr Interesse daran bekundet, die Gemeinde ans Glasfasernetz anschließen zu lassen. Das ist das Ergebnis einer spontanene Umfrage am Ende der Versammlung. Vorher hatte Fred Freyermuth, Geschäftsführer der Stadtwerke Barmstedt, zwei Konzepte vorgestellt, wie sein Unternehmen die Bullenkuhlener mit schnellem Internet versorgen könnte. Deutlich wurde auch: Je stärker sich die Gemeinde an den Kosten für den Ausbau beteiligt, desto geringer fällt der Grundpreis für den Endverbraucher aus.

Es sei nicht einfach gewesen, für Bullenkuhlen eine Planung zu erstellen, erklärte Freyermuth. Beim ersten vorgestellten Konzept würde ein Glasfasernetz im Kernbereich von Bullenkuhlen aufgebaut werden. Das entsprechende Kabel würde von Barmstedt aus über die Schnakentwiete die Gemeinde an der Straße Luswinkel erreichen. Angeschlossen werden würden im Rahmen dieser Pläne unter anderem Haushalte in Teilen der Dorfstraße, des Seether Wegs sowie der Haupt- und Achter-straße. Freyermuth betonte auf Anfrage einiger Bürger, die Pläne seien nicht in Stein gemeißelt: „Hinsichtlich des Glasfasernetzgebiets können wir jederzeit neue Pläne erstellen. Die Entscheidung, welche Straßen erschlossen werden sollen, muss von Ihnen kommen.“ Auch Bürgermeister Willi Hachmann plädierte dafür, eine neue Variante zu erstellen.

Innerhalb des Glasfasernetzes seien Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 100 Mbit/s möglich, so Freyermuth. Auch Telefonieren und Fernsehempfang sei über das Glasfaserkabel möglich. Ein Hausanschluss im Zuge der Bauarbeiten würde dabei 99 Euro kosten, ein nachträglicher Anschluss jedoch 990 Euro.

In den Bereichen Bullenkuhlens, in denen kein Glasfaserkabel verlegt werden würde, „müssen wir in die Trickkiste greifen“, so Freyermuth. Im Ort würde dafür ein Kabelverzweiger (KVZ) an der Glasfaserstrecke gebaut werden. „Von dort aus nutzen wir die Kupferkabel der Telekom bis zu Ihrem Haus.“ Diese Technologie mit der gemischten Netzstruktur nennt sich VDSL. Bis zu 25 Mbit/s könne man so übertragen. Freyermuth: „Das ist ein riesiger Fortschritt.“ Ein TV-Signal zu empfangen, sei per VDSL aber nicht möglich.

Laut Freyermuth zielen die Stadtwerke Barmstedt darauf ab, für ihre Dienste einen Grundpreis von 20 Euro anzubieten. Der komme zustande, wenn 70 Prozent der Anwohner sich an das neue Netz anschließen würden und die Gemeinde sich gleichzeitig mit 115 000 Euro an den Asubaukosten beteiligen würde. Zahle die Gemeinde 90 000 Euro, würde sich der Grundpreis für den Endkunden auf 25 Euro erhöhen.

Als Alternative schlug Freyermuth vor, nur die Glaserfaserstrecke von Barmstedt nach Bullenkuhlen ohne Hausanschlüsse zu bauen. Über zwei KVZs könnte die Gemeinde dann mit VDSL versorgt werden. So habe man auch Langeln an das schnelle Internet angeschlossen. Bei einer Anschlussquote von 60 Prozent und einer Gemeindebeteiligung von 38 000 Euro betrage der Grundpreis für den Endkunden 25 Euro – bei 67 000 Euro wären es 20 Euro.

Hachmann zweifelte daran, „ob wir mit der zweiten Lösung glücklich werden“. Er sprach sich dafür aus, den Fokus auf die erste Variante zu legen – auch wenn es teurer sei. Wie in Groß Offenseth-Aspern müsste die Gemeinde den Auftrag zur Breitbandversorgung aber vorher ausschreiben.

 

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erstellt am 08.Feb.2014 | 16:54 Uhr

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