Amt Hörnerkirchen : Breitband-Ausbau startet im nächsten Jahr

Sie brachten das Breitband-Projekt 2012 ins Rollen: Die vier Bürgermeister Wolfgang Münster (Bokel, von links), Siegfried Winter (Brande-Hörnerkirchen), Osterhorns Ex-Bürgermeister Friedrich Pommerening und Bernd Reimers (Westerhorn) sowie Hökis Leitender Verwaltungsbeamte Michael Lantau.
Sie brachten das Breitband-Projekt 2012 ins Rollen: Die vier Bürgermeister Wolfgang Münster (Bokel, von links), Siegfried Winter (Brande-Hörnerkirchen), Osterhorns Ex-Bürgermeister Friedrich Pommerening und Bernd Reimers (Westerhorn) sowie Hökis Leitender Verwaltungsbeamte Michael Lantau.

Der Breitband-Ausbau im Amt Hörnerkirchen kommt. Bereits im Oktober sollen die ersten Bürger das Netz nutzen können.

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20. Dezember 2014, 15:00 Uhr

Es ist geschafft. Der Breitband-Ausbau im Amt Hörnerkirchen kommt. Bislang müssen sich vor allem die Bewohner der Außenbereiche in Osterhorn und Bokel mit Internetgeschwindigkeiten aus der Computer-Steinzeit abfinden. Doch damit soll im kommenden Jahr Schluss sein. Gemeinsam mit den Stadtwerken Neumünster lässt das Amt Glasfaserkabel bis in fast alle Haushalte in Bokel, Brande-Hörnerkirchen, Oster- und Westerhorn verlegen.

Bis zum 7. Dezember hatten die Bürger in den vier Amtsgemeinden Zeit, einen Vertrag für ein Breitbandprodukt der Stadtwerke Neumünster abzuschließen. Für den Startschuss des Glasfasernetz-Baus hatten die Verantwortlichen zuvor 800 Verträge als Mindest-Vorgabe genannt. Das entspricht etwa 50 Prozent aller Haushalte.

„Wir haben bis heute 770 Verträge vorliegen – und es kommen täglich noch welche rein“, freut sich Amtsvorsteher Bernd Reimers, das die Zielmarke binnen weniger Wochen fast erreicht wurde.
Man habe noch einmal die Wirtschaftlichkeit des Ausbaus überprüft und sei sich sicher, dass die Vertragszahl von 800 Verträgen schon bald erreicht werde. „Deshalb geben wir jetzt Grünes Licht für den Ausbau des Glasfasernetzes“, so Reimers. „Der Zusammenhalt in den Gemeinden und bei den Bürgermeistern hat die Aufgabe für das Amt leicht gemacht“, betont Michael Lantau, Leitender Verwaltungsbeamte des Amts. Auch die Stadtwerke Neumünster hätten in einer „kurzen und sehr intensiven Vermarktungsphase“ das Projekt zum Erfolg geführt.

Wie geht es nun weiter? Anfang Januar gehen die Stadtwerke Neumünster an die Planung des Glasfasernetzes. Dann muss das Amt die Bauarbeiten ausschreiben. Ungefähr im April 2015 soll mit dem Bau des Netzes begonnen werden, so dass die ersten Kunden etwa im Oktober 2015 das schnelle Internet, eine Telefonflatrate und Super-HD-Fernsehen nutzen können. So sieht es jedenfalls der aktuelle Zeitplan vor. Einen Bonbon haben die Breitband-„Macher“ auch noch im vorweihnachtlichen Gepäck: Sollte jemand vergessen haben, seinen Vertrag abzugeben, so kann er das noch kurzfristig nachholen und somit die später fälligen Anschlusskosten von 990 Euro sparen.

Schon seit etwa fünf Jahren ist die schlechte Breitband-Versorgung ein Dauerthema in Hörnerkirchen. Im Sommer 2012 beschlossen die damaligen vier Bürgermeister der Amtsgemeinden, das Projekt selbst in Angriff zu nehmen, weil die großen Anbieter kein Interesse am (zu) kleinen Amt Hörnerkirchen zeigten. Vor kurzem konnten in einem europaweiten Ausschreibungsverfahren die Stadtwerke Neumünster als Partner gewonnen werden, die das Netz vom Amt pachten werden. Die Baukosten für das Amt belaufen sich auf geschätzte 4,2 Millionen Euro. Die Stadtwerke werden noch einmal rund 500  000 Euro in die Technik investieren.

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