Jahresrückblick 2017 : Brand-Serie: Verdächtige ermittelt

Einsatz am Holstenring: Die Barmstedter Feuerwehr musste am ersten Dezember-Wochenende mehrere brennende Container löschen.
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Einsatz am Holstenring: Die Barmstedter Feuerwehr musste am ersten Dezember-Wochenende mehrere brennende Container löschen.

Die Polizei klärt eine Serie von Feuern in Barmstedt auf - die Ermittlungen zu einem verhindertem Großbrand im Juli laufen indes noch.

shz.de von
27. Dezember 2017, 12:00 Uhr

Es waren vor allem Container, die in Flammen aufgingen: Eine Brand-Serie hat die Barmstedter Feuerwehr und die Polizei in der zweiten Jahreshälfte beschäftigt. So zum Beispiel in der Nacht vom 25. auf den 26. November: Die Feuerwehr rückte aus, um kleinere Container-Brände in der Seestraße und der Kleinen Gärtnerstraße zu löschen.

Am ersten Dezember-Wochenende waren die Brandbekämpfer zu fünf kleineren Feuern unterwegs. Betroffen waren erneut Container, unter anderem am Holstenring. Im Auwisch brannte ein Dixie-Klo. Die Ermittlungen liefen wegen Brandstiftung und Sachbeschädigung in elf Fällen, berichtete Stationsleiter Sascha Schmidt von der Barmstedter Polizei. Kurz vor Weihnachten ist die Serie offenbar aufgeklärt: Mittlerweile stehen laut Polizei die Tatverdächtigen fest.

Begonnen hatte die Serie der Brände laut Schmidt bereits im Sommer. Um die Ermittlungen zu unterstützen, suchen die Beamten aber nach wie vor nach Zeugen, die weitere Hinweise zu den einzelnen Taten geben können. Sie werden gebeten, sich unter der Nummer (0 41 23) 68 40 80 zu melden.

Und auch bei einem weiteren Brand in Barmstedt laufen die Ermittlungen der Polizei auf Hochtouren: Es ist der 8. Juli, als am frühen Abend erst ein Schuppen im Bereich der Hamburger Straße brennt. Die Flammen greifen schnell auf das Dach des angrenzenden Hauses über. Mit ihrem zügigen Einsatz verhinderten die Feuerwehren aus Barmstedt und Heede einen Großbrand. In den Räumen betreut die Awo normalerweise acht Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Wegen der starken Schäden ist das Haus aber erst einmal nicht mehr nutzbar.

Wenige Tage nach dem Feuer wird bekannt: Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 250.000 Euro. Und: Der Brand hatte laut Polizei keine technische Ursache. Mittlerweile habe sich der Verdacht auf Brandstiftung erhärtet, wie die Polizei auf Anfrage Mitte November mitteilte. „Der Fall wird zwar noch bearbeitet, aber wir gehen von vorsätzlicher Brandstiftung aus, weil es keine Hinweise auf andere Ursachen gibt“, berichtete damals Pressesprecher Arnd Habermann. Die Kinder-Gruppe der Awo war laut den Verantwortlichen Mitte September in ein Haus am Sielberg gezogen. Es sei ein bisschen hergerichtet worden, und die Gruppe fühle sich dort sehr wohl. Der Mietvertrag laufe zunächst bis Mitte März.

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