Bokholt-Hanredder : Brand richtet 250.000 Euro Schaden an

Teile der Halle sind eingestürzt. Die Feuerwehr beendete ihren Einsatz erst gegen 4.44 Uhr am Tag nach dem Brand.
Foto:
1 von 2
Teile der Halle sind eingestürzt. Die Feuerwehr beendete ihren Einsatz erst gegen 4.44 Uhr am Tag nach dem Brand.

Funkenbildung könnte Feuer ausgelöst haben

shz.de von
09. Januar 2015, 10:00 Uhr

Bokholt-Hanredder | Nach dem Großbrand einer Lagerhalle in Bokholt-Hanredder hat die Staatsanwaltschaft den Brandort nach ihren Untersuchungen gestern wieder freigegeben. „Die Kriminalpolizei Elmshorn hat keinen Hinweis auf ein Verschulden Dritter“, berichtete Polizeisprecherin Sandra Mohr. Vielmehr könnte es sein, dass Funkenbildung beim Häckseln von Stroh in einer landwirtschaftlichen Maschine das Feuer ausgelöst habe. Die Funken könnten wiederum durch einen Fremdkörper im Stroh – etwa einen Stein – verursacht worden sein, so Mohr weiter. Bei dem Feuer war am Mittwoch ein Teil einer Lagerhalle abgebrannt. Menschen und Tiere sind nach ersten Erkenntnissen nicht verletzt worden, so Feuerwehrsprecher Michael Bunk. „Insgesamt dauerte der Einsatz mehr als zwölf Stunden“, berichtete er. Laut Polizei entstand ein Sachschaden von etwa 250.000 Euro.

Wie berichtet, war das Feuer am Mittwochnachmittag kurz nach 16 Uhr auf dem landwirtschaftlichem Betrieb an der Bokholter Straße ausgebrochen. „Insgesamt dauerte der Einsatz mehr als zwölf Stunden“, so Bunk weiter. Erst um 4.44 Uhr am frühen Donnerstagmorgen meldeten die Einsatzkräfte „Feuer aus“. „Selbst danach kontrollierte noch eine Brandwache regelmäßig die Einsatzstelle“, erläuterte Bunk. Es waren mehr als 100 Kräfte aus sechs Wehren im Einsatz.

Trotz Anfangsschwierigkeiten mit der Löschwasserversorgung – die Brandbekämpfer mussten eine mehr als 750 Meter lange Schlauchleitung zum Bokholter See legen – gelang es laut Bunk, in einem kombinierten Innen- und Außenangriff, den noch nicht vom Brand betroffenen Teil der Halle zu halten. Von der intakten Stirnseite aus wurden bis zu vier C-Rohre im Innenangriff eingesetzt. Von außen wurden mit dem Wenderohr der Drehleiter, einem Monitor sowie mehreren handgeführten Strahlrohren gelöscht. Dem Löschwasser wurde Schaummittel beigesetzt, um die Oberflächenspannung herabzusetzen.

Nachschub an Schaummittel wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Uetersen an die Einsatzstelle gebracht. Zur Ablösung der erschöpften Kräfte wurden außerdem die Freiwillige Feuerwehr Elmshorn und die Wehr aus Groß Offenseth-Aspern alarmiert. Das Stroh, das in der Halle lagerte, wurde mit einem Bagger abgetragen und auf einer benachbarten Wiese verteilt, wo es abgelöscht wurde. Vom Kreisfeuerwehrverband Pinneberg kamen der Schlauchwagen mit neuen Atemluftflaschen sowie zwei Anhänger mit Lichtmast zum Einsatz, um die Wiese für die Nachlöscharbeiten auszuleuchten.
 

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen