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Barmstedter Zeitung

23. August 2017 | 03:21 Uhr

Fracking : Bokel will einen eigenen F-Plan

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Gemeindevertreter votierten einstimmig für Ende der gemeinsamen Planung. Debatte über Aktion des BUND gegen Fracking.

Bokel | Genau wie die anderen Gemeinden im Amtsbezirk Hörnerkirchen hat sich nun auch Bokel während der jüngsten Gemeindevertretersitzung für das Ende des gemeinsamen Flächennutzungsplanes ausgesprochen. Mit einem eigenen F-Plan wolle man zukünftig vom immensen „Zeitaufwand runter kommen“, wie Meik Kröger erklärte. Bürgermeister Wolfgang Münster betonte, dass es sich bei dem einstimmigen Beschluss der Bokeler Politiker lediglich „um eine Absichtserklärung handelt“. Vermutlich wird es noch vor den Sommerferien eine gemeinsame Sitzung der vier Dorfparlamente geben, auf der das Thema besprochen werden soll.

Einstimmig sprachen sich die Gemeindevertreter auch für den Kauf eines Durchflussmengenmessgerätes aus, das über einen örtlichen Fachbetrieb angeschafft werden soll. Rund 2200 Euro zuzüglich Einbaukosten wurden hierfür veranschlagt. Münster hofft, dass sich das Gerät bereits nach zwei Jahren amortisiert haben könnte, weil man durch die Anschaffung zukünftig deutlich weniger Gebühren an den Kreis Pinneberg für die Klärteichkontrolle zahlen müsse. Nicht einig waren sich die Lokalpolitiker hinsichtlich der vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) gestarteten Aktion „Frackingfreie Gemeinde“. Die Bürgerinitiative „Frackingfreies Auenland“ hatte per Rundmail an alle Bürgermeister im Amtsbereich appelliert, sich an der Aktion zu beteiligen. Bokels Umwelt-Beauftragter Manfred Delfs sprach vom einem „guten Zeichen“, mit dem man die Bürgerinitiative unterstützen würde. Bürgermeister Münster wies hingegen darauf hin, dass die relevanten Entscheidungen zum Thema Fracking auf Bundesebene getroffen würden und die Gemeinde derzeit keinerlei Einflussmöglichkeiten habe. Man dürfe den Bürgern auch nichts anderes vormachen. Wobei Münster betonte, „dass wir alle hier gegen Fracking sind“. Letztlich sprachen sich sieben Politiker dafür aus, dem Antrag der Bürgerinitiative nicht zu folgen, zwei votierten dafür.

Am 1. Mai wird in Bokels Dorfzentrum ab 14 Uhr wieder der Maibaum aufgestellt. Und am Himmelfahrtstag, 14. Mai, plant die örtliche örtliche Feuerwehr eine Jubiläumsveranstaltung anlässlich ihres 125. Geburtstages. Rund 20 innerörtliche Grundstücke wären in Bokel derzeit bebaubar. In etwa gleich viele Bauplätze dürfen in den kommenden zehn Jahren vergeben werden. Nun soll die Verwaltung prüfen, ob die jeweiligen Flächen überhaupt verfügbar wären. Die Arbeiten an der Bokeler Dörpstuv gehen weiter. Mit der Einweihung rechnet Bürgermeister  Münster allerdings „nicht vor September“. Die Straßen im Norden des Kreises Pinneberg werden frühestens 2018 saniert, weil sie nach Einschätzung des Landes von zu wenigen Autos befahren werden. Und der Zustand des Radweges zwischen Bokel und Westerhorn wird auf Landesebene als gut eingeschätzt. Entsprechend ist auch hier keine Sanierung geplant.
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erstellt am 30.Apr.2015 | 16:00 Uhr

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