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Barmstedter Zeitung

18. August 2017 | 02:04 Uhr

Bokel wehrt sich gegen Fracking

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Politiker fordern: Betroffene Kommunen und Kreise sollen schon vor Erteilung bergrechtlicher Genehmigungen beteiligt werden

Zwei Themen bestimmten Mittwoch die Sitzung der Bokeler Gemeindevertreter. Zum einen die neue Schmutzwassergebührensatzung, zum anderen das sogenannte „Fracking“.

Mit sechs Ja-Stimmen und einer Nein-Stimme bei einer Enthaltung stimmten die Politiker der neuen Schmutzwasser-Satzung zu, die damit rückwirkend zum 1. Januar in Kraft tritt. Notwendig wurde sie, weil Schmutz- und Regenwasser zukünftig nicht mehr gemeinsam berechnet werden dürfen.

Die Verwaltung hatte im Vorfeld die Kommunalberatungsfirma „Kubus“ mit der Satzungs-Neufassung für den Amtsbezirk Hörnerkirchen beauftragt. In einer gemeinsamen Sitzung aller vier Gemeindevertretungen im Oktober des vergangenen Jahres wurden die Lokalpolitiker bereits über die bevorstehenden Änderungen informiert. Schon damals machte der Leitende Verwaltungsbeamte Michael Lantau klar: „Die Erhebung der Gebühren bleibt in den Händen der einzelnen Gemeinden.“

Nach Kräften wehren will man sich in Bokel gegen mögliche Fracking-Vorhaben im Norden des Kreises Pinneberg. Hinter dem Begriff verbirgt sich eine äußerst umstrittene Methode, die vor allem zur Erdöl- und Erdgasförderung genutzt wird.


Votum für 13-Punkte-Paket


Bokels Politiker votierten einstimmig für ein 13-Punkte-Paket, das sich an die Landesregierung wendet, und in dem unter anderem gefordert wird, „die betroffenen Kommunen und Kreise bereits vor der Erteilung von bergrechtlichen Genehmigungen zu beteiligen“, „die Wasserbehörde anzuweisen, den wasserrechtlichen Besorgnisgrundsatz uneingeschränkt zu beachten“, wobei der Wasserschutz „höchste Priorität behalten“ müsse, sowie „die Möglichkeiten des Abfallrechtes und des Bodenschutzes bei bergrechtlichen Genehmigungen vollumfänglich auszuschöpfen, um Umweltgefährdungen zu vermeiden“.

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erstellt am 25.Feb.2014 | 18:01 Uhr

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