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Mit einer pinken Pflanze Gutes tun : Blumenverkauf hilft benachteiligten Jugendlichen

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Zur Taufe waren auch mehrere Kinder und Jugendliche vom Jugendhof Hollingstedt angereist.

shz.de von
erstellt am 12.Apr.2017 | 16:00 Uhr

Barmstedt | Mit einer ungewöhnlichen Taufe ist auf dem Gelände der Jugendbildungsstätte in Barmstedt eine Aktion des Rotary Club Elmshorn gestartet: Im Beisein von Fernsehgärtner John Langley erhielt die Gartenazalee „Pink for Help“ eine Sektdusche. Jeweils ein bis zwei Euro vom Verkauf der neuen Züchtung, die  aus dem Betrieb des Barmstedters Holger Hachmann stammt, werden für Projekte der Jugendhilfe verwendet, die vom Kreisjugendring (KJR) organisert werden. „Das hilft uns sehr“, freute sich KJR-Geschäftsführer Ingo Waschkau.

Häufig würden erlebnispädagogische Angebote für Schulklassen scheitern, weil Schüler die Teilnahme – etwa 30 Euro pro Tag – nicht zahlen könnten, sagte Waschkau. „Dann fragen die Lehrer, ob  wir nicht zum Beispiel am Essen  sparen können – und wenn das nicht geht, lassen sie es am Ende sein.“ Umso dankbarer sei der KJR dem Rotary Club – dessen Elmshorner Präsident Arnd Schurig, selbst Baumschuler, die Idee zu der Aktion hatte und seinen Bekannten Hachmann fragte, ob er Lust habe, eine Pflanze für den guten Zweck zu züchten. „Sie ist nicht ganz so geworden, wie wir es uns gedacht hatten“, sagte Hachmann schmunzelnd und hielt zum Beweis die Bilder der Ursprungssorten hoch: eine rote und eine weiße Azalee. „Statt pink, sollte sie weiß mit einem roten Herzen in der Mitte werden“, erläuterte der Züchter.

Zur Taufe waren auch mehrere Kinder und Jugendliche vom Jugendhof Hollingstedt angereist, die zum Teil keine Familie mehr haben und vom Elmshorner Verein „Perspektive“ betreut werden. Langley bezog sie in seine humorvolle Ansprache ein. „Was gefällt Dir denn hier am besten?“, fragte er Ricardo. „Die Blumen“, erwiderte der trocken.

„16 Kinder des Jugendhofs fahren nach Ostern für eine Woche nach Dänemark. Auch diese Fahrten werden von uns finanziell unterstützt“, sagte Schurig. Da auch die Fördervereine vieler Schulen finanziell nicht mehr so gut ausgestattet seien, werde entsprechende zusätzliche Hilfe immer wichtiger, ergänzte die stellvertretende KJR-Geschäftsführerin Birgit Hammermann.

Die erlebnispädagogischen Angebote des KJR sollen vor allem das Gemeinschaftsgefühl und den Teamgeist fördern, erklärte Waschkau. So brauche man etwa beim Klettern einen Partner, auf den man sich verlassen könne.  Zielgruppen seien Schüler ab der zweiten Klasse. Die Aktivitäten werden während der Outdoor-Saison angeboten, die demnächst beginnt und bis Oktober dauert. Die Teilnehmer stammen überwiegend aus dem Kreis Pinneberg, sagte Hammermann. „Wer Interesse hat, kann sich gern bei uns melden.“

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