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Barmstedter Zeitung

23. Oktober 2017 | 19:50 Uhr

Haushalt : Bilsen erwirtschaftet Überschuss

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Dank Grundstücksverkäufen: Plus von 380.000 Euro in 2015. Steigende Kosten für Kita- und Krippenplätze.

shz.de von
erstellt am 02.Dez.2016 | 16:00 Uhr

Bilsen | Bilsen hat das Jahr 2015 mit einem deutlichen Überschuss beendet. Das teilte Bürgermeister Peter Lehnert am Mittwochabend während der Sitzung des Gemeinderats in der „Bilsener Mühle“ mit. Der Jahresabschluss 2015 wurde dabei einstimmig genehmigt. Er weist einen Überschuss von etwa 380.000 Euro auf. Grund für das Plus seien unter anderem die Grundstücksverkäufe im Neubaugebiet Klosterkoppel, so der Bürgermeister. Der größere Teil der Summe wird der Ergebnisrücklage zugeführt, ein kleinerer Teil der allgemeinen Rücklage. Für das Jahr 2017 blieben Grund- und Gewerbesteuer unverändert, sagte Bürgermeister Peter Lehnert.

Der Überschuss steht auf der einen Seite. Auf der anderen Seite stehen deutlich ansteigende Kosten, die in 2017 auf die Gemeinde bei Kita- und Krippenplätze zukommen werden. Zudem wird am Kindergarten in Hemdingen angebaut. „Die Mehrkosten machen jedoch Sinn, wir investieren gut in die Zukunft“, so Lehnert. „Auch die Schulkostenbeiträge steigen dynamisch an, wir zahlen ja auch für die Kinder in den weiterführenden Schulen“, sagte er weiter. Er bemängelte, dass das Land die rechtlichen Vorgaben mache, sich aber nicht proportional an den steigenden Kosten beteilige. „Noch können wir in Bilsen die Defizite abdecken“, betonte Lehnert. Die Gemeindevertretung verabschiedete den Haushalt für 2017. Geplant wird mit einem einem Jahresfehlbetrag von 77  400 Euro.

Im neuen Baugebiet Klosterkoppel sind alle Grundstücke vergeben. Bilsen wird dort zudem voraussichtlich einen kleinen Nahversorger bekommen. Der neue Supermarkt solle eine Verkaufsfläche von maximal 800 Quadratmetern haben, so der Bürgermeister weiter. Einstimmig befürworteten die Politiker die Bitte der Familienbildungsstätte Elmshorn, zusätzlich zu den nach einem Schlüssel vereinbarten Zuschüssen weitere 76,65 Euro für 2017 zu bewilligen. „Die Familienbildungsstätte bildet auch Tagesmütter aus“, so Lehnert.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Beratung darüber, ob die Gemeinde eine Mitgliedschaft im Förderverein Himmelmoor anstreben sollte. Der Jahresbeitrag beträgt 60 Euro. „Der Verein renaturiert ehrenamtlich das Moor und organisiert Loren-Fahrten, die wir beim Zeltlager genutzt haben“, sagte Achim Bestmann (CDU). Einstimmig wurde der Beitritt beschlossen.

Zwei Wahlen stehen im kommenden Jahr an. Für die Landtagswahl im Mai und die Bundestagswahl im September benötigt die Gemeinde je einen Wahlvorstand und weitere Helfer. Für die Landtagswahl wurden als Vorsteher und Vertreterin Alexander Harms und Larissa Heinitz einstimmig gewählt. Lehnert schlug vor, alle 16- bis 17-jährigen Jugendlichen im Dorf anzuschreiben und um Mitarbeit zu bitten. Damit setzte er die vom ehemaligen Bürgermeister Rainer Ute Harms ins Leben gerufene Aktion, Jugendliche an demokratische Funktionen heranzuführen, weiter fort. Für die Bundestagswahl sollen die 18- bis 20-jährigen angeschrieben werden. Als Wahlvorsteherin wurde dafür Claudia Engling, als Vertreter Christopher Mielke gewählt.

Im nicht-öffentlichen Teil wurde über schnelles Internet in den Außenbereichen der Gemeinde nach der Vorlage des beratenden Ingenieurbüros sowie über die Bereitstellung von Finanzierungsmitteln diskutiert. „Wir wollen die etwa 80 Haushalte im Außenbereich bis Ende 2017 realisieren“, sagte Lehnert. Die Summe stehe noch nicht fest, aber das Land trage 25 Prozent der Kosten, der Bund 50 Prozent.

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