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Barmstedter Zeitung

23. Oktober 2017 | 23:17 Uhr

Biehl: Nur Nachteile für Kiebitzreihe

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Umgemeindung nach Sommerland: Bürgermeisterin bezieht Stellung

„Ich kann schon verstehen, dass die Anwohner der Straße Siethwende sehr emotional reagieren, doch wir als Gemeindevertreter dürfen nicht emotional, sondern müssen rational denken und zum Wohl der Gesamtgemeinde entscheiden“, sagt Kiebitzreihes Bürgermeisterin Frauke Biehl.

Sie bezog sich damit auf den Antrag auf Umgemeindung zum Nachbarort Sommerland, den die rund 50 Einwohner gestellt hatten. Das gemeinsam geführte Gespräch in der vergangenen Woche hatte zu keinem greifbaren Ergebnis geführt (diese Zeitung berichtete).

„Wir müssen uns genau überlegen, was wir tun und dürfen nicht leichtfertig etwas weggeben, was der Gemeinde gehört. Schnelle Lösungen wird es nicht geben können“, so Biehl weiter.

Den Wunsch der Anwohner nach dem Anschluss an das schnelle Internet kann sie durchaus nachvollziehen, doch ansonsten sehe sie keine Verbesserung der bestehenden Lage. „Der Aufwand, der bei einer Umgemeindung seitens der Verwaltung betrieben werden muss, ist sehr hoch und derzeit sehe ich auch keinen Nutzen, den die Gemeinde Kiebitzreihe daraus ziehen würde“, sagte die Bürgermeisterin.

Im Gegenteil: Eine Umgemeindung und der Verlust von Einwohnern hätten negative finanzielle Auswirkungen. So würde es beispielsweise weniger Zuweisungen seitens des Landes geben, und auch der Anteil an der Einkommensteuer, den die Gemeinde erhält, wäre dann geringer: „Wir haben zurzeit noch keine Berechnungen durchgeführt, wie sich ein solcher Schritt genau auswirken würde“, sagt Biehl.

Auch Gespräche mit der Nachbargemeinde Sommerland seien noch nicht geplant. „Wir müssen erst einmal selbst die Sachlage überprüfen und für unsere Gemeindevertreter aufbereiten“, war ihre Aussage. Sie gehe aber davon aus, dass das Thema während der nächsten Gemeinderatssitzung auf die Tagesordnung kommt. „Dann können wir entscheiden, wie weiter vorgegangen wird“, sagt die Bürgermeisterin.


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