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Barmstedter Zeitung

19. August 2017 | 13:59 Uhr

Hauptstrasse : Bevern hebt Halteverbot auf

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Gemeindevertretung ändert die Regelung an der Hauptstraße. Die Installation eines Blitzers ist laut dem Kreis Pinneberg unwahrscheinlich.

Bevern | Anhalten erlaubt: Die Gemeindevertretung Bevern hat während ihrer jüngsten Sitzung das eingeschränkte Halteverbot an der Hauptstraße aufgehoben – und zwar von der Kreuzung im Ortskern in Richtung Barmstedt bis zum Bredenmoorweg. Bei der Entscheidung des Gremiums, das sich für diesen Tagesordnungspunkt viel Zeit nahm, spielte der Aspekt der Verkehrsberuhigung eine wichtige Rolle. Das Abstimmungsergebnis sei dabei denkbar knapp ausgefallen, so Bürgermeister Johann Hachmann.

„Wir sind interessiert daran, das Tempo der Fahrer zu drosseln“, berichtete er. Aber man mache das nicht unbedingt nur, um den Verkehr zu beruhigen, sondern in erster Linie, um das Halten möglich zu machen, so der Bürgermeister. Mit Halteverbot sei es nicht möglich gewesen, an der Straße stehen zu bleiben, ins Haus zu gehen und kurz etwas zu besprechen. Aber auch über die Verkehrssicherheit sei geredet worden: „Man kann durch den Ort gerade durchschauen, das lädt zu schnellem Fahren ein“, so Hachmann. „Wir sind schneller geworden im Ort“, meinte auch ein Diskutant.

Sowohl Hachmann als auch Gemeindevertreter und Zuhörer brachten eine Reihe von Ideen ein, mit denen man zusätzlich zur Verkehrsberuhigung in der Hauptstraße beitragen könnte. Die Installation eines festen Blitzers sei dabei eher nicht möglich, wie Michael Zisack, Leiter des Fachdiensts Straßenbau und Verkehrssicherheit beim Kreis Pinneberg, auf Anfrage der Barmstedter Zeitung erläuterte. Gemeinsam mit der Polizei habe man 2005 ein Geschwindigkeitsmessprogramm ins Leben gerufen und dabei abgestimmt, wie viele feste Blitzer im Kreis angemessen seien. Am Ende stand die Zahl sieben. „Es gab Nachfragen aus anderen Kommunen – auch aus Bevern. Aber wir wollen an der Zahl festhalten. Mehr ist zu viel. Wir wollen kein Kreis sein, in dem wir eine übermäßige Überwachung haben.“

Würden neue Brennpunkte festgestellt werden, lasse sich aber über einen Austausch diskutieren. Das sei zum Beispiel Ende 2012 geschehen, als in Klein Offenseth ein Blitzer abgebaut und an der LSE in Schenefeld ein neuer aufgestellt worden ist. „Auf Wunsch der Gemeinde ist der Kasten in Klein Offenseth allerdings stehen geblieben“, so Zisack. Auch sei der Amtsbereich Rantzau bereits sehr gut mit Blitzern abgedeckt, erläuterte der Fachdienstleiter weiter. Messstellen gibt es in Bokholt-Hanredder, Heede und Bilsen. Zudem stünde dem Kreis ein Laser-Messgerät und ein mobiler Blitzer zur Verfügung. „Das sind genügend Mittel, die wir einsetzen können“, sagte Zisack.

Einfluss auf die Geschwindigkeit des Verkehrs hätten Geschwindigkeitsanzeiger – eine weitere Idee, die der Bürgermeister während der Sitzung ins Spiel brachte. Es gebe aber auch Lösungen, die kostengünstig sind – wie eine Lattenkonstruktion mit Ortswappen. Diesen Vorschlag brachte Rainer Wieschendorf, stellvertretender Bürgermeister, in die Diskussion ein. Die Entscheidung des Gremiums kann rückgängig gemacht werden – falls sich herausstellen sollte, dass der Verkehr durch haltende Autos behindert wird.

 

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erstellt am 14.Mai.2014 | 16:00 Uhr

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