Barmstedt : Betrunkene klettern auf den Meierei-Turm

Die beiden alkoholisierten Männer hatten einen der 37 Meter hohen Rohmilchtanks (links) der Meierei erklommen.
Die beiden alkoholisierten Männer hatten einen der 37 Meter hohen Rohmilchtanks (links) der Meierei erklommen.

Zwei alkoholisierte Männer erklimmen einen 37 Meter hohen Rohmilchtank. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst im Einsatz.

shz.de von
06. Januar 2015, 10:00 Uhr

Barmstedt | Schreck in der frühen Morgenstunde für den Betriebsleiter der Barmstedter Meierei: Bei einem Gang über den Hof vernahm er gestern gegen 5.30 Uhr plötzlich Stimmen. „Zuerst dachte er nur, dass sich Mitarbeiter unterhalten. Aber dann merkte er, dass die Stimmen von oben kamen“, berichtete Geschäftsführer Dirk Rowedder. Als er hinaufsah, entdeckte er auf einem der 37 Meter hohen Rohmilchtanks zwei Männer. „Er hat sich total erschrocken und sofort die Polizei angerufen, weil er Angst hatte, dass einer runterspringt“, so Rowedder.

Außer zwei Streifenwagenbesatzungen aus Elmshorn rasten drei Feuerwehrfahrzeuge aus Barmstedt mit 15 Einsatzkräften und ein Rettungswagen zum Meierei-Gelände an der Mühlenstraße. Nach „energischer Aufforderung“ durch die Polizeibeamten seien die Männer schließlich selbstständig vom Turm heruntergeklettert, erklärte Polizeisprecherin Sandra Mohr auf Anfrage unserer Zeitung. Der 21-jährige Barmstedter und der 24-jährige Elmshorner seien alkoholisiert gewesen und hätten angegeben, „dass sie da mal rauf und die Aussicht genießen wollten“.

Verletzt worden seien die Männer bei ihrem waghalsigen Experiment nicht, so Mohr – sie werden sich jetzt aber wegen Hausfriedensbruch verantworten müssen: Die Meierei hat Anzeige erstattet. „Sie haben sich widerrechtlich Zutritt zu unserem Gelände verschafft und die Sicherheitsvorkehrungen umgangen“, sagte Rowedder. Zudem hätten sie sich selbst in eine „extrem gefährliche Lage“ gebracht. Auf den Türmen seien zwar Geländer, „aber unter Alkoholeinfluss kann da sonstwas passieren“. Für seine Mitarbeiter und die Einsatzkräfte habe der Vorfall daher „höchste Anspannung“ bedeutet, sagte Rowedder.

Letztlich ging die Sache glimpflich aus. „Wir mussten nicht tätig werden und konnten nach einer Viertelstunde wieder zur Wache fahren“, berichtete Wehrführer Uwe Schinkel. Auch der Rettungsdienst konnte unverrichteter Dinge abrücken.

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