Barmstedt : Besucherschwund beim Stoppelmarkt

Ein Meer aus Regenschirmen: So sah es auf dem Stoppelmarkt am Montag aus.
Ein Meer aus Regenschirmen: So sah es auf dem Stoppelmarkt am Montag aus.

Die Kaufleute und Aussteller sind von dem neuem Konzept enttäuscht. Die Verwaltung will jetzt neue Ideen entwickeln.

shz.de von
19. August 2014, 10:00 Uhr

Barmstedt | Frustrierte Schausteller, verärgerte Geschäftsleute, enttäuschte Besucher: Nach dem missglückten Stoppelmarkt herrschte am Montag in Barmstedt Katerstimmung. „Der Stoppelmarkt ist tot“, sagte Bernd Fritze, der vor seiner „Chocolaterie“ an der Reichenstraße einen Weinstand aufgestellt hatte – und sauer war, dass die Buden in diesem Jahr weit auseinandergezogen waren und zwischen seinem Stand und dem Marktplatz eine riesige Lücke klaffte. „Die Leute wollen an den Ständen entlangbummeln. Das macht den Stoppelmarkt aus. Mir haben Besucher aus Hamburger gesagt, dass sie  nicht mehr kommen, wenn es so bleibt. Und damit waren sie nicht die einzigen.“

Auch Günter Sattler war enttäuscht. Mit dem „Mut der Verzweiflung“ hatte der Barmstedter Geschäftsmann auf dem Parkplatz der Bäckerei Hütter eine Bühne mit Live-Musik organisiert, um Passanten anzulocken. Doch trotz Neuer Deutscher Welle und weiterer Hits blieb die Besucherzahl deutlich hinter seinen Erwartungen zurück. Leidlich zufrieden war Fahrradhändler Karsten Preuß, der am Sonntag einen Malwettbewerb veranstaltet hatte. „Der lief gut. Aber sonst war echt nicht viel los.“

Die Verwaltung will jetzt Manöverkritik üben. „Wir werden uns  den Markt im Rückblick mit allen Beteiligten ansehen und dann überlegen, wie es weitergehen kann“, sagte Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos). Tourismusbüro-Mitarbeiter Marcel Holz hatte schon im Vorfeld angekündigt, es werde über neue Konzepte nachgedacht. Wie berichtet, war der Markt wegen der Brandschutzauflagen verkleinert worden.

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