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Barmstedter Zeitung

14. Dezember 2017 | 18:19 Uhr

Langeln : Besucherschwund beim Dorffest

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Schwindendes Interesse der Bevölkerung an gemeindlichen Veranstaltungen: Die Langelner Vereins- und Parteivorsitzende diskutieren Ideen und Maßnahmen, um örtliche Veranstaltungen attraktiver zu gestalten.

Es gab Zeiten, da erschienen mehr als 100 Jungen und Mädchen zum Dorffest in Langeln, doch diese sind längst vorbei. „Das letzte Mal waren es nur noch 24 Kinder – das sind 39 Prozent“, stellte Klaus Merse-brock, Vorsitzender des Langelner Sport- und Kulturausschusses, während eines Gedankenaustausches mit örtlichen Vereins- und Parteivorsitzenden über das schwindende Interesse der Bevölkerung an gemeindlichen Veranstaltungen fest.

„Gleichzeitig fanden zwei private Geburtstage statt, die natürlich potenzielle Besucher abgeschöpft haben.“ So wie Mersebrock äußerten sich auch die anderen Anwesenden enttäuscht über die geringe Teilnahme am Kinder- und Dorffest. Bürgermeister Hans-Detlef Fuhlendorf sprach in diesem Zusammenhang von einem „erschreckenden Desinteresse“. Für Hans-Jürgen Lohmann, Vorsitzender der Jagdgemeinschaft, ist die Tatsache, dass Kinder lieber zum Geburtstag als zum Dorffest gehen, ein Zeichen dafür, wo sie heutzutage ihre Prioritäten setzen. Deprimierend für Mersebrock und seine Mitstreiter war es auch, zu erleben, mit welcher Lustlosigkeit sich der Nachwuchs nach Beendigung der Spiele seine Geschenke aussuchte: Das sprach Bände. Ein Spektakel dieser Größenordnung erfordert viele Helfer, an denen es auch bisher nicht mangelte. Doch wenn ihre Bemühungen auf so geringe Resonanz stoßen, stellt sich Frustration ein: Auch auf diesen Aspekt wies Mersebrock hin, der sich vorstellen kann, dass die Helfer ihre Lust verlieren und ihre Mitwirkung einstellen.

Weniger Termine organisieren

Was aber ist zu tun? Wie könnte man das Kinder- und Dorffest, aber auch die anderen Veranstaltungen in der Gemeinde, die ebenfalls einen Besucherrückgang verzeichnen, beleben? Dazu entwickelten die Teilnehmer des Brainstorming eine Reihe von Ideen. Grundsätzlich stellten sie fest, dass man nicht mehr so viele große Veranstaltungen durchführen sollte: Einige wenige, die zeitlich weiter auseinander liegen, wären besser. So böte sich beispielsweise in diesem Jahr an, das 80-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr größer aufzuziehen – möglicherweise gemeinsam mit anderen Vereinen: Dies deutete Wehrführer Carsten Rappen an. „Unsere Wehr könnte alle fünf Jahre ein größeres Event organisieren“, stellte er in Aussicht. Rappen sowie der CDU-Vorsitzende Herbert Vogt halten eine feste Terminierung für wichtig: Das habe sich bewährt. Auch das Erheben von Eintrittsgeld führe dazu, dass die Besucher nicht einfach fortblieben. Konkrete Ideen für neue Events brachte Mesebrock ein: Er schlug unter anderem Straßenfeste vor – „jedes Jahr mit einem anderen Motto“. In Gespräch gebracht wurde auch, einmal weg vom Gemeindezentrum als Veranstaltungsort zu kommen und stattdessen ein Zelt aufzustellen.

Im Januar nimmt sich der Sport- und Kulturausschuss noch einmal des Themas an. Angedacht ist auch, dass er zu einer Sitzung die Kinder aus dem Dorf einlädt, um aus ihrem Mund zu erfahren, welche Wünsche und Vorstellungen sie im Hinblick auf mögliche Events haben.

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