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Parade der Modellflugzeuge : Besucher bestaunen den Himmel über Bokel

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Beim Seglerschlepptreffen des Modellflugvereins Große Heide sind am Wochenende in Bokel zahlreiche Fluggeräte zu bestaunen gewesen – wie dieser Nachbau eines Schulgleiters SG38.

Bokel | Bei nahezu idealen Wetterbedingungen hat am vergangenen Wochenende das Seglerschlepptreffen des Modellflugvereins (MFV) 73 Große Heide auf dem Fluggelände nahe der Kreisstraße 2 in der Gemeinde Bokel stattgefunden. Etwa 20 Anhänger waren gekommen, um zwei Tage lang ihrem Hobby nachzugehen.

Jeder Teilnehmer hatte seine Lieblings-Segler oder Motorflugzeuge mitgebracht, die er während der beiden Veranstaltungstage unter den Augen von vielen Zuschauern starten ließ. Am ersten Tag standen die wunderschönen Oldtimermodelle im Mittelpunkt, mit denen der Segelflug in Deutschland einst begonnen hat. Die nicht zu übersehende Begeisterung der Piloten, mit der sie bei der Sache waren, hielt bis zur letzten Stunde an – auch wenn am zweiten Veranstaltungstag ein kurzes Regenintermezzo einsetzte.

Für Wolfgang Fröter, der insgesamt 55 Jahre lang verschiedenen Modellflugvereinen angehörte und nun seine „Heimat“ im MFV gefunden hat, war es selbstverständlich, dass er am Seglerschlepptreffen teilnahm. Den Reiz dieses Steckenpferdes sieht er im Bau des Modellflugzeugs, der viele Gewerke beinhaltet, und im Flugerlebnis. „Mitglied beim MFV bin ich, weil man in Hamburg dieses Hobby kaum ausüben kann: Die Leute fühlen sich dadurch gestört“, bedauert er.

Der 76-jährige Peter Gasiorek, sieben Jahre MFV-Mitglied, war früher Mitarbeiter beim Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY). Er besitzt insgesamt vier Segler und eine Schleppmaschine (Motorflugzeug), die durch seine imponierende Spannweite von fünf Metern und durch sein knalliges Rot auffällt. Für das Fliegen hat er sich schon als Kind interessiert. Seinem „Traum vom Fliegen“ näherte er sich auf zweifache Weise an. So engagierte er sich als Fluglehrer beim Luftsportverein Kreis Pinneberg (LSV) mit Sitz in Heist, wobei er 8000 bis 9000 Segelflugstunden absolvierte. Jetzt hat er sich auf die Konstruktion und den Bau von Modellflugzeugen verlegt, wofür sein Keller herhalten muss. Die „Probe aufs Exempel“ geschieht dann unter freiem Himmel. Konstruieren, bauen und Flugerlebnis machten den Reiz aus, wie er befand. Der zweite Vorsitzende des MFV, Olaf Köhr, mag besonders die technische Seite dieses Hobbys sowie das gesellige Beisammensein mit Gleichgesinnten.

Zahlreiche Modellbauer hatten am Wochenende ihre Lieblings-Flugzeugmodelle nach Bokel mitgebracht, um sie dort aufsteigen zu lassen.
Zahlreiche Modellbauer hatten am Wochenende ihre Lieblings-Flugzeugmodelle nach Bokel mitgebracht, um sie dort aufsteigen zu lassen. Foto: Siegfried Schilling

In die Luft gebracht wurden die Modelle per Flugzeugschlepp (F-Schlepp). Das ist eine Startmethode, bei der ein ausreichend starkes Motorflugzeug einen Segler mittels eines Seils in luftige Höhen schleppt. „Bezogen auf den Modellflug, stellt der F-Schlepp eine faszinierende Facette des Flugmodellbaus dar, bei der es auf die enge Kooperation zwischen den beteiligten Piloten ankommt“, erläuterte ein Modellflug-Fan. „Die Startmethode gehört bei fast jedem Modellbauverein zur ersten Wahl.“
 

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