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„Zisch“ : Besuch beim NDR: Achtklässer blicken hinter die Kulissen

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

„Zisch“-Zeitung in der Schule ist ein gemeinsames Projekt des A. Beig-Verlags, Edeka und der Sparkasse Elmshorn.

Egal ob klein oder groß: Jeder kann ins Fernsehen kommen! Verschiedene Tricks ermöglichen es, die wirkliche Körpergröße eines Menschen vor der Kamera zu verbergen. Erhöhungen durch Hocker für kleinere Menschen beziehungsweise Stehstühle zur optischen Verkleinerung größerer Menschen vermitteln dem Fernsehzuschauer den Eindruck, dass die Personen vor der Kamera buchstäblich „auf Augenhöhe“ sind.

Einen kleinen Einblick in diesen und noch viele weitere Kniffe der Fernsehproduktion konnten wir, die Klasse 8  e der Grund- und Gemeinschaftsschule Barmstedt, bei unserem rund zweistündigen Besuch der NDR-Fernsehstudios in Hamburg-Lokstedt erhalten. Bei einem Rundgang mit Jörn Behrens erklärte er einiges über die Welt vor und hinter der Kamera und die vielfältigen Arbeitsmöglichkeiten. Damit eine Sendung pünktlich und wie geplant abläuft, benötigt man zuerst eine/n Aufnahme-Leiter/in, der/die sich vor und während der Sendung um alles kümmert. Ferner braucht man unter anderem Aufnahmeleiter/in, Beleuchter/in, Kamerafrauen und Kameramänner, Tontechniker/innen, Requisiteure und noch viele mehr. Menschen mit all diesen Berufen sind erforderlich, um eine Sendung realisieren zu können.

Doch es gibt noch weitaus mehr tolle Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten wie zum Beispiel Maskenbildner, die die Prominenten und Moderatoren schminken und sich um „Kostüme“ kümmern.

Nun lässt sich schon erahnen, welch ein enormer Aufwand hinter einer einzigen Sendung steckt. Um einen genaueren Einblick zu erlangen, durften wir sogar einen Blick in einzelne Studios und Regieräume werfen. In einem Aufnahmeraum werden vier bis sechs Kameras benötigt, bis zu 400 Scheinwerfer sind unter der Decke angebracht, um alles ins „rechte Licht“ zu rücken. Der Aufbau der Inneneinrichtung verschiedene Sendungen, wie extra3, die NDR-Talkshow und der Sportclub, dauert mitunter bis zu zweieinhalb Tage.

Ohne tägliche Umbaumaßnahmen kommt das neu gestaltete Tagesschau-Studio, dessen Umbau viele Millionen Euro kostete, aus. Die Produktion dieser Nachrichtensendung mit den höchsten Einschaltquoten, an der sich nahezu sämtliche andere Fernsehsender mit der Ausstrahlung ihrer Abendsendungen orientieren, ist wohl das Aushängeschild der ARD-/NDR-Fernsehstudios in Hamburg-Lokstedt. An dieser Stelle laufen auf dem etwa 13 Hektar großen NDR-Gelände, auf dem sich 23 Häuser befinden und 1300 Mitarbeiter beschäftigt sind, die wichtigsten aktuellen Fakten zusammen. Sie werden ausgewertet, aufbereitet, um dann dem Zuschauer entweder über den Fernseher oder das Internet zugänglich gemacht zu werden.

Der Moderator beziehungsweise die Moderatorin sowie die Gäste, zum Beispiel bei Sendungen wie Mein Nachmittag oder DAS!, und die Frage bezüglich der eingangs erwähnten Abstimmung der Körpergrößen für ein perfektes Zuschauerbild sind somit nur ein kleiner Baustein in einem riesigen funktionierenden System „hinter den Kulissen“, welches das Publikum nicht mitbekommt.

Wir können einen solchen Besuch beim NDR nur weiterempfehlen, denn er war für uns nicht nur lehrreich, sondern von Jörn Behrens auch witzig gestaltet. Alle Menschen, die dort arbeiten, sehen freudig bei ihrer Arbeit aus.

 
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erstellt am 04.Feb.2015 | 12:54 Uhr

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