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Note 1,2 : Beste Gartenbau-Auszubildende des Landes kommt aus Hemdingen

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Elena Usinger ist die beste Gartenbau-Auszubildende im Land. Die Hamburgerin, die ihre Lehre in der Fachrichtung Gemüsebau beim Bioland-Betrieb von Torsten Fehre in Hemdingen absolviert hat, erreichte die Note 1,2.

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2014 | 10:00 Uhr

Hemdingen | Ob Tomate, Kürbis oder Kohlrabi: Elena Sophie Usinger ist eine Expertin, wenn es um Gemüse und dessen Anbau geht. Zwei Jahre lang hat die Hamburgerin ihre Ausbildung in der Fachrichtung Gemüsebau auf dem Bioland-Betrieb „Karotte & Co.“ in Hemdingen absolviert. Und das mit großem Erfolg: Usinger ist vor Kurzem nicht nur als beste Absolventin der Fachrichtung Gemüsebau in Schleswig-Holstein geehrt worden. Mit ihrer Endnote von 1,2 ist sie auch die beste Auszubildende des gesamten Gartenbaus. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut wird“, sagt die 26-Jährige mit einem Lächeln im Gesicht über ihren Abschluss. Freigesprochen wurden in Neumünster insgesamt 174 gärtnerische Nachwuchskräfte.

Im Jahr 2012 begann Usinger ihre Ausbildung auf dem Betrieb von Torsten Fehre in Hemdingen. „Ich habe zuerst studiert, dann aber gemerkt, dass ich etwas Praktisches machen möchte“, erzählt die Hamburgerin. Sie tauschte den Hörsaal gegen das Arbeiten auf dem Land. „Es sollte eine Tätigkeit sein, bei der man etwas erschafft und dann auch verarbeiten kann“, sagt sie. Ihre Wahl fiel auf den Gemüsebau. „Außerdem war klar, dass es ein Bio-Betrieb in Norddeutschland sein soll“, berichtet Usinger.

Auch Fehre freut sich über die Bestnote seiner mittlerweile ehemaligen Auszubildenden: „Für mich ist das natürlich ein schönes Feedback“, sagt er. „Ein Azubi muss bei uns schnell Verantwortung übernehmen und wird in allen Bereichen des Unternehmens eingesetzt. Der Bioland-Anbau hat auch etwas Sinnstiftendes“, berichtet er. „Die Identifikation mit der eigenen Tätigkeit ist sehr hoch.“

Am Ende ihrer Ausbildung meisterte Usinger zwei schriftliche Prüfungen, bei denen wirtschaftliches und gärtnerisches Wissen abgefragt wurden. Außerdem stand ein ganzer Tag mit praktischen und mündlichen Prüfungen auf dem Programm. „Wir mussten zum Beispiel Kohlrabi pflanzen und Tomaten ernten“, erzählt sie.

An ihrem Job schätzt die 26-Jährige, dass sie am Ende des Tages auf ihr Tagwerk zurückblicken kann. „Man macht etwas und sieht ein direktes Ergebnis“, sagt sie. Und ihr Chef fügt hinzu: „Wir arbeiten mit den Jahreszeiten, man muss sich damit arrangieren.“ In den kommenden Monaten möchte die Hamburgerin noch mehr Erfahrung im Verkauf sammeln. „Vermarkten und verkaufen macht mir Spaß“, sagt sie. Für die Zukunft sei es eine gute Option, den Meister zu machen und selbst einen Betrieb zu übernehmen. „Aber aktuell gibt es da noch keine Pläne“, so Usinger.

In ihrer Freizeit geht die Hamburgerin gern mit ihrem Hund spazieren, fährt Fahrrad, geht Laufen und feuert den FC St. Pauli im Stadion an.

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