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Barmstedter Zeitung

18. Dezember 2017 | 13:51 Uhr

Barmstedt : Besinnliches Gedenken

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Totensonntag: Zahlreiche Besucher kamen auf den Barmstedter Friedhof. Zu hören gab es feierliche Klänge des Posaunenchors Posaunenchors.

shz.de von
erstellt am 25.Nov.2014 | 16:30 Uhr

Barmstedt | Am Totensonntag war für viele Familien aus Barmstedt und Umgebung Tradition, die Grabstellen ihrer Verwandten auf dem Barmstedter Friedhof zu besuchen. Sie kamen mit Gestecken und Blumensträußen. Wie in jedem Jahr hatte der Friedhof seine Türen geöffnet. Viele Besucher nutzten den Tag, um die Gräber winterfest zu machen. Wie Ausma Sulcs-Welk, die riesige Tüten mit Tannengrün aus dem Kofferraum wuchtete.

„Ich hole die Sommerzwiebeln aus der Erde zweier Doppelgräber und bedecke die Grabstelle mit Tannengrün“, sagte sie. Andere spazierten die Gräberreihen entlang und schauten neugierig in das geöffnete Mausoleum der Familie Sesiani aus Bokholt-Hanredder, die ursprünglich aus Italien kam. Christa-Maria Nürnberg konnte sich erinnern, dass sie einmal als Konfirmandin in dieser Grabstätte war. Ehemann Jörg und seine Mutter Brigitte besuchten das Mausoleum zum ersten Mal.

„Schön sieht der Raum mit den Marmorwänden aus“, sagte Brigitte Nürnberg. Im kleinen Hängeleuchter über der Altarnische entdeckte Christa-Maria Nürnberg ein Vogelnest. „Vergangenes und Neues, das passt gut zusammen“, sinnierte sie. „Wir haben das einzige Mausoleum auf unserem Friedhof wiederholt instand gesetzt“, sagte Friedhofsverwalter Uwe Schinkel. So wurde 1994 das Dach erneuert. Die Buntglasfenster allerdings sind kaputt. Über den Friedhof schallten besinnliche Klänge vom Posaunenchor der Gemeinschaft in der evangelischen Kirche. An der Kapelle war Tannengrün ausgelegt und mit hellem Moos Figuren wie Engel oder Herzen hinein geformt. In der Kapelle entzündete Pastor Bert Johannigmann eine Fülle von Teelichtern, bevor er vor vollen Sitzreihen eine Andacht hielt. Passend zum Anlass hatte der Beverner Künstler Carl Wichmann dort Gemälde ausgestellt wie eine Kirche in der dämmerigen Schneelandschaft, ein Berggipfel mit Kreuz und die Mona Lisa. Weitere Bilder von Wichmann mit maritimen Themen konnten die Besucher im Gebäude anschauen. Winterlich geschmückte Tische standen bereit, an denen die Friedhofsbesucher heiße Getränke und selbst gebackenen Kuchen sowie Schnittchen genießen konnten.

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