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Barmstedt : Berliner Frühstück mit Valerie Wilms

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Mit der Grünenpolitikerin wurde der Schwerlastverkehr durch Barmstedt und Fragen rund ums Asylpaket der Bundesregierung diskutiert.

shz.de von
erstellt am 08.Feb.2016 | 13:00 Uhr

Barmstedt | Zu einer Premiere hatten die Bündnisgrünen vom Ortsverband Barmstedt und Umland in die Gastwirtschaft „Zum Landkrug“ eingeladen – und immerhin erschienen mehr als zehn Besucher. Sie wollten sich das erste Berliner Frühstück schmecken lassen und die Gelegenheit zur Diskussion nutzen. Hier konnten sie auf Tuchfühlung mit der Bundestagsabgeordneten Valerie Wilms gehen und kommunalpolitische Themen erörtert. Dabei stand die Belastung und Belästigung der beengten Kleinstadt insbesondere durch den Schwerlastverkehr im Vordergrund, wobei auch die Meierei in der Mühlenstraße in den Blick geriet. Ihre Fahrzeuge sind es nicht zuletzt, die Anwohnern Kopfschmerzen bereiten.

Wie aber sieht die aktuelle Berliner Themenpalette aus? Wilms verriet es: Es sind Fragen rund um das Asylpaket II. Ihr bereite es Sorge, dass man in der Politik in autoritäre Verhaltensweisen gerate. Man stehe jetzt an einem gefährlichen Wendepunkt. Es sei erforderlich, dass staatliche Institutionen Stärke zeigen und geltende Gesetze durchsetzen. Mit Blick auf die Übergriffe während der Silvesternacht befand sie, dass es keiner neuen Gesetze bedürfe. Man müsse sie nur anwenden und deutlich machen, dass der Staat das Gewaltmonopol besitze. „Die Parteien sollten wie eine Eins dastehen, sonst überrollt uns die rechte Szene!“

Der „Rest“ des Morgens gehörte kommunalen Themen, wobei die Frage, mit welchen Maßnahmen man den Verkehr in Barmstedt lenken und entspannen könnte, im Vordergrund stand. So wollte man wissen, ob eine zeitlich begrenzte Zulieferung möglich sei, ob man Größen definieren und Tempo 30 für den Verkehr einführen könne. Die Bündnisgrüne unterstrich, dass man viel bewegen könne, wenn der politische Wille vorhanden sei. Das gelte auch bei „Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen“, bei dem sich der Kreis noch abwartend verhalte. Wenn die Stadtvertreter sich allerdings einig seien, zeige man sich offen für Pilotprojekte. Das könnte, so ergänzte Jessen, beispielsweise die Königstraße sein. „Immerhin haben sich vor zwei Jahren 95 Prozent der Anwohner in einer Unterschriftensammlung hochgradig unzufrieden gezeigt mit der Verkehrssituation“, so der Stadtvertreter.

Auch auf den Dorfstraßen gibt es Brennpunkte. So „rumst“ es oft an der Kreuzung L112/113 - K18, unweit des Gemeindezentrums Groß Offenseth-Aspern. Deshalb fordern viele die Schaffung eines Kreisels. Wilms erklärte, dass der Bund nicht zuständig sei. Sie hält die Maßnahme grundsätzlich für sinnvoll – am besten im Zuge von Sanierungsmaßnahmen.

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