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Rehwild in Bullenkuhlen : Bericht über Wildreflektoren: Die Jäger zählen weniger Unfälle

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Jahreshauptversammlung des Hegerings Zwei. Hans-Jürgen Lohmann wird im Amt des Vorsitzenden bestätigt.

Bullenkuhlen | Einen überwältigenden Vertrauensbeweis hat Hans-Jürgen Lohmann auf der Jahreshauptversammlung des Hegerings 2 im großen Saal der Gaststätte „Harbeck“ in Bullenkuhlen erhalten: Er wurde vor Kurzem im Rahmen der turnusmäßigen Wahlen einstimmig in seinem Amt als Hegeringsleiter bestätigt. Damit beginnt für ihn die zweite – vierjährige – Amtsperiode. Geschätzt werde er von den Jägern vor allem wegen seiner Kompetenz, seiner Sachlichkeit und seiner Umsicht, mit der er den 85 Mitglieder starken Hegering leitet, hieß es.

Um die Anzahl der Wildunfälle zu senken, sind in der näheren Vergangenheit an den Brennpunkten in der Region blaue Warn-Reflektoren installiert worden.

„Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Unfälle mit Rehwild zurückgegangen“, berichtete Lohmann. Das könne an den blauen Reflektoren liegen, die von den Jägern an Brennpunkten in der Region angebracht hatten, wobei allerdings der Beweis schwer zu führen sei. Lohmann warnte zudem vor der afrikanischen Schweinepest, die unter anderem in Weißrussland grassiere. Das Virus sei überaus widerstandsfähig und könnte das Aus für viele Schweinezüchter bedeuten, wenn es hier eingeschleppt werde.

Beim Streckenbericht des stellvertretenden Vorsitzenden Klaus Perthen sprangen einige Zahlen ins Auge. So gab es beispielsweise bei den Gänsen eine Steigerung um sage und schreibe 610 Prozent. Die konkrete Zahl lautet 92 gegenüber 13 im Zeitraum 2014/2015. Erheblich war mit 59 Prozent das Minus bei den Tauben, 35 Prozent bei den Frischlingen und 18 Prozent bei den Enten. Zudem wurden 50 Füchse (plus 32 Prozent), elf Dachse, 16 Steinmarder, sieben Baummarder, 20 Iltisse, sieben Marderhunde und 99 Krähen erlegt.

Auch der Ehrenvorsitzende der Kreisjägerschaft, Hans-Albrecht Hewicker, erhielt das Wort. Er thematisierte unter anderem die Veränderungen an der Spitze des Landesjagdverbandes, zu dessen Präsident vor Kurzem Kreisjägermeister Wolfgang Heins gewählt worden war. Außerdem sprach er über die mögliche Abschaffung des Abschussplans für Rehwild, „die unterschiedlich gesehen wird“, wie er feststellte. Hegeringsleiter Lohmann sprach sich auf der Versammlung dagegen aus, weil er eine Salami-Taktik befürchtet, die darauf abziele, den Waidmännern diese Jagd wegzunehmen. Hans-Jürgen Schuldt, der für den erkrankten Kreisjägermeister einsprang, berichtete über die prekäre Situation des Niederwilds, verursacht durch den sich kontinuierlich ausbreitenden Marderhund und das Zurückweichen des Fuchses.

Hegeringsleiter Hans-Jürgen Lohmann (l.) und Jörg Kühl wurden für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt.
Hegeringsleiter Hans-Jürgen Lohmann (l.) und Jörg Kühl wurden für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Foto: Schilling
 

Zu den Höhepunkten der Jahreshauptversammlung zählte die Ehrung von Jörg Kühl und Hans-Jürgen Lohmann, die bereits ein Vierteljahrhundert der Jägerschaft angehören. Perthen hatte im August 2015 den stärksten Rothirsch in Schleswig-Holstein im Revier der Flughafengesellschaft, die bis auf Heeder Gebiet reicht, erlegt. Das Wildbretgewicht betrug 203 Kilogramm, die Trophäe wiegt 12,1 Kilogramm.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von der Bläsergruppe Bullenkuhlen. Sie seien eine hervorragende Truppe, lobte Lohmann. Aber auch den anwesenden Jägern sprach er ein Kompliment aus, die 2015 ihrem Selbstverständnis entsprechend zahlreiche Hege- und Pflegemaßnahmen geleistet hätten – vom Weidenschnitt bis zur Raubwildbejagung.

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erstellt am 02.Mär.2016 | 16:30 Uhr

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