Beratungen vorerst auf Eis gelegt

Die Gemeindevertretung Bokholt-Hanredder hatte vor Kurzem beschlossen, dass die Grundschule vorerst nicht eigenständig wird. Die Schule bleibt damit weiterhin eine Außenstelle der Barmstedter James-Krüss-Schule.
Die Gemeindevertretung Bokholt-Hanredder hatte vor Kurzem beschlossen, dass die Grundschule vorerst nicht eigenständig wird. Die Schule bleibt damit weiterhin eine Außenstelle der Barmstedter James-Krüss-Schule.

Pläne für eine mögliche Eigenständigkeit der Grundschule in Bokholt-Hanredder sollen für drei Jahre in der Schublade bleiben

shz.de von
07. Juli 2015, 16:00 Uhr

Die Grundschule Bokholt-Hanredder bleibt eine Außenstelle der Barmstedter James-Krüss-Schule – und in den nächsten drei Jahren soll das Thema Eigenständigkeit vorerst nicht angefasst werden. Darauf einigten sich vor Kurzem die Mitglieder des Ausschuss für Schule, Jugend, Soziales und Freizeit der Gemeinde. Nachdem die Gemeindevertretung im Juni einstimmig dafür votiert hatte, die bestehende Außenstellenregelung – vorerst – beizubehalten, ging es nun darum zu beschließen, wie lange das Thema einer möglichen Eigenständigkeit „in der Schublade“ bleiben soll, damit wieder Ruhe einkehren könne.

Die Ausschussvorsitzende Marie-Luise Wolfgramm (CDU) schlug zwei Jahre vor, man einigte sich schließlich nach verhältnismäßig kurzer Diskussion auf drei. Wie anschließend mit dem Thema umgegangen wird und mögliche Entscheidungen ausfallen, wird auch maßgeblich von der Entwicklung der Schülerzahlen abhängen. Diese liegen Ende des Schuljahres zwischen 79 und 81 Kindern. Die vom Land vorgegeben Mindestzahl liegt bei 80.

Während der Sitzung stellte Schulleiterin Anke Bothe zudem einige Neuerungen und Projekte vor, die in einem überschaubaren Zeitraum realisiert werden sollen – oder deren Verwirklichung wünschenswert wäre. Eine Neuerung steht den dritten und vierten Klassen zum Beispiel zum Januar 2016 ins Haus: Dann sollen Tabellenzeugnisse eingeführt werden, die bei den Erst- und Zweitklässlern bereits Usus sind. Sie sollen eine differenzierte Bewertung der Leistungen des jeweiligen Schülers ermöglichen. Es werden dabei die vielen Teilleistungen bewertet.

Im kommenden Schuljahr soll laut Bothe in Barmstedt und Bokholt die Umgestaltung der Schulhöfe in Angriff genommen werden. Lehrkräfte und Eltern, aber nicht zuletzt auch die Schüler, sind gefragt, Ideen zu entwickeln. Ziel des Projekts ist, für den Nachwuchs mehr Bewegungsmöglichkeiten zu schaffen.

Heute gibt es in den Schulen Schleswig-Holsteins Sozialarbeiter und Schulbegleiter – und künftig auch Schulassistenten für jede der 396 Grundschulen im Norden, Halbtagsstellen mit eingerechnet. Sie sind „helfende Hände“, die die Lehrkräfte im Unterricht unterstützen sollen. Start in Bokholt ist dafür nach den Sommerferien. „Wir müssen sehen, wie wir das umsetzen“, sagte Bothe dazu.

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