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Sparrieshoop : Bekommt die Feuerwehr ein neues Fahrzeug?

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Als Grundlage der Bedarfsberechnungen ist zunächst die Einwohnerzahl der Gemeinde entscheidend.

shz.de von
erstellt am 29.Aug.2014 | 15:30 Uhr

Sparrieshoop | Braucht die Freiwillige Feuerwehr Sparrieshoop ein neues Fahrzeug? Wenn ja, was für ein Fahrzeug muss es sein? Wie muss es ausgestattet sein und welche Anforderungen muss es erfüllen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Finanzausschuss der Gemeinde Klein Offenseth-Sparrieshoop seit geraumer Zeit.

Um die Sichtweise der Feuerwehr kennen zu lernen, hatte der Ausschuss den Wehrführer Gerd Schlüter eingeladen, um sich das Zukunftskonzept der Wehr erläutern zu lassen. Schlüter ging zunächst auf den Feuerwehrbedarfsplan des Landes Schleswig-Holstein ein, um die Grundlagen seines Konzeptes zu erläutern. Grundlage der Berechnungen ist zunächst die Einwohnerzahl der Gemeinde. Auf dieser Basis wird die Anzahl der Einsatzkräfte der Wehr berechnet. Für Sparrieshoop sollten es nach Plan 50 Feuerwehrleute sein. Aktuell hat die Wehr 46 aktive Mitglieder. Das bezeichnete Schlüter als ausreichend. Von diesen Zahlen ausgehend wird die Fahrzeugstärke ermittelt. Jedes Löschfahrzeug wird mit neun Personen besetzt. Für zwei Fahrzeuge werden 18 Einsatzkräfte benötigt.

Darüber hinaus sieht der Berechnungsschlüssel die doppelte Besetzung für jedes Fahrzeug vor. Hinzu gerechnet werden Einsatzkräfte als Reserve. „Mit der jetzigen Stärke unserer Feuerwehr kommen wir zurecht“, so der Wehrführer und wandte sich dem Fahrzeugkonzept zu. Die Einwohnerzahlen der Gemeinde sollen perspektivisch auf 3600 steigen. Mit der aktuellen Einwohnerzahl von rund 3000 und der Biogasanlagen liegt die Gemeinde in der Risikoklasse „4“. Hieraus ergibt sich schließlich die Zahl der erforderlichen Fahrzeuge. Bei den Überlegungen der Feuerwehr, welches Fahrzeug benötigt wird, wurden die anfallenden Einsätze, die wichtigsten Aufgaben, die Sicherheit für die Einsatzkräfte und die möglichst optimale Entnahme der Ausrüstungsgegenstände berücksichtigt.

Das neue Fahrzeug sollte sowohl über Löschtechnik, als auch über die Ausrüstung für technische Hilfeleistung verfügen, so das Fazit des Wehrführers. Er plädierte für die Anschaffung eines „LF10“, das die Gemeinde rund 225.000 Euro kosten würde. Gleichzeitig wies er auf die Reparaturanfälligkeit des fast 25 Jahre alten, vorhandenen Löschfahrzeugs hin.

Der Finanzausschuss wird sich in den nächsten Monaten ausgiebig mit dem Thema beschäftigen.

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