zur Navigation springen

Barmstedt : Bauausschuss empfiehlt den Bau einer Fischaufstiegshilfe in der Schleusenkuhle

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Mäanderfischpass statt Sohlgleite. Auch die Bürger sollen zu Wort kommen.

Barmstedt | Eine Sohlgleite als Fischaufstiegshilfe in der Krückau ist in Barmstedt vermutlich endgültig vom Tisch: Mit fünf Ja-Stimmen bei vier Enthaltungen hat der Bauausschuss am Montagabend für den Bau eines Mäanderfischpasses in der Schleusenkuhle votiert. SPD, CDU und BALL stimmten dafür, FWB und Grüne enthielten sich. Bei einer voraussichtlichen Förderung von 90 Prozent der Gesamtkosten verbliebe für die Stadt ein Eigenanteil von etwa 50.000 Euro. Am 9. Februar wird die Stadtvertretung über die Empfehlung des Ausschusses beraten.

Der Mäanderfischpass – der aus mehreren Becken besteht – soll neben der Fischtreppe gebaut werden. „Die anderen Varianten sind aufgrund der bestehenden Grundstücksverhältnisse nicht möglich“, erklärte der Ausschussvorsitzende Ortwin Schmidt (CDU). „Wir Freien Wähler sind mit der Befürwortung der langen Variante einer Sohlgleite gescheitert und enthalten uns deshalb“, sagte Axel Schmidt (FWB). Marina Quoirin-Nebel (Grüne) erklärte, der Mäanderfischpass sei „nur eine halbherzige Lösung und als Hilfe für die Fische nicht optimal“.

Nachdem die Stadtvertretung einen Beschluss gefasst hat, soll es noch eine Bürgeranhörung geben. Damit wolle die Stadt die Einwohner „mitnehmen“, sagte Peter Knaak (Verwaltung). „Sie können noch Anregungen einbringen, denn dann ist ja noch kein Spatenstich erfolgt.“ Wie berichtet, war die Sohlgleite 2013 durch einen Bürgerentscheid gekippt worden.

Straßenausbau: Höhere Beiträge ab 2019?

Über eine mögliche Erhöhung der Straßenausbaubeiträge traf der Ausschuss keine Entscheidung. Das Gemeindeprüfungsamt moniert seit geraumer Zeit, dass sie zu niedrig seien und die Stadt daher zu wenig Einnahmen generiere. Doch die Politiker konnten sich nicht auf den Zeitpunkt der Änderung einigen. Es sei ein Vertrauensverlust, wenn eine Erhöhung diejenigen Anwohner treffe, mit denen bereits wegen einer anstehenden Straßensanierung gesprochen worden sei, hieß es. „Die Stadt kann jederzeit beschließen, die Satzung zu ändern“, sagte Knaak. Ein Schnitt für eine Satzungsänderung könnte 2019 sein, wenn die bisher angeschobenen Straßen abgewickelt seien. „Mit den Anwohnern der Marktstraße, des Weidkamp und der Gebrüderstraße wurde bereits gesprochen“, sagte Knaak. Sie sollen 2017 ausgebaut werden. Mit den Anwohnern der Danziger Straße und des Erlengrund, die 2018 zur Sanierung anstehen, sei noch nicht gesprochen worden. Die Abrechnung der beiden letztgenannten Straßen würde 2019 erfolgen.

Die Verwaltung und der SSV Rantzau sollen weiter nach einer günstigeren Lösung für die neue Umzäunung der Sportplätze suchen. Bislang stehen 37.000 Euro im Raum – zu viel, wie auch der Bauausschuss befand.
zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen