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Barmstedts Kindergärten finden kaum noch Fachkräfte

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erstellt am 18.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Barmstedt | Doris Renner nutzte die Chance: Die Leiterin der Barmstedter Arche-Noah-Kita stellte Sozialministerin Kristin Alheit (SPD) eine Frage nach der nächsten. "Wenn Sie schon einmal hier sind, dann kann ich meine Anliegen ja direkt an der richtigen Stelle anbringen", sagte Renner zu Alheit, die am Donnerstagabend auf Einladung der hiesigen SPD ins Restaurant "Seegarten" gefahren war, um mit interessierten Bürgern über Kinderbetreuung und die Situation in den Kindergärten zu diskutieren.

Im Verlauf des Abends kam unter anderem auf den Tisch, dass auch die Barmstedter Kindergärten unter einem "unglaublichen Fachkräftemangel" leiden, wie Renner berichtete. "Manche Stellen sind monatelang unbesetzt, und am Ende nimmt man jemanden, den man eigentlich nicht will, und der oder die geht dann prompt nach vier Wochen wieder", ergänzte Laas. Das Problem sei ihr bekannt, sagte Alheit. "Besonders Kitas in der Nähe von Hamburg haben es schwer. Die müssen sich ganz schön ,anhübschen, um als Arbeitgeber attraktiv zu bleiben." So könnten die Träger etwa darüber nachdenken, die Verträge aufzustocken, sagte sie. Renner schlug vor, die Erzieher besser zu bezahlen. "Das würde dann auch mehr Männer in den Job bringen."

Ein weiteres Problem seien fehlende Zivis und Bundesfreiwillige, die die Erzieher etwa bei der Betreuung behinderter Kinder unterstützen könnten, sagte Renner. "Wir haben zum Beispiel Kinder mit Krampfanfällen oder geistigen Behinderungen, die gefüttert werden müssen", sagte sie. Eine Lösung konnte Alheit dafür nicht aus dem Hut zaubern. "Wir leben leider in einer Zeit mit sehr begrenzten finanziellen Ressourcen", sagte sie. Daher sei auch ein beitragsfreies Kita-Jahr zurzeit nicht finanzierbar.

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