126 Erstklässler : Barmstedts Grundschulen begrüßen 126 neue Schüler

Die Drittklässler der James-Krüss-Schule begrüßten ihre neuen Mitschüler mit einem Theaterstück.
Die Drittklässler der James-Krüss-Schule begrüßten ihre neuen Mitschüler mit einem Theaterstück.

Außerdem gab es Feierstunde für die neue Leiterin der Gottfried-Semper-Schule.

shz.de von
23. August 2018, 12:00 Uhr

Barmstedt | Ein aufregender Tag an der Gottfried-Semper-Schule (GSS): Außer 58 Erstklässlern begrüßte Grundschuldkoordinator Thorsten Huwe am Mittwoch zur Einschulungsfeier in der Sporthalle zahlreiche Verwandte. Auch für die neue Schulleiterin Margit Boettcher war es eine Premiere. „Ich kann euch versprechen, dass ihr vieles Neues lernen werdet“, sagte sie und zog aus einer Schultüte symbolische Gegenstände: eine Flöte, Buntstifte, ein Radiergummi und einen Stein für alles Bleibende.

Jens Peter war extra aus Quickborn gekommen, um mit seinem Enkel Felix den großen Tag zu feiern. Die Schultüte mit ein paar Schulsachen, kleinen Naschereien und einem Comic-Heft kam von der Patentante. Von seinen Eltern gab es eine Armbanduhr. „Ich kann schon meinen Namen lesen. Aber das Tollste an der Schule ist, dass ich nachher lesen kann“, sagte der sichtlich aufgeregte Erstklässler.

Kleine Vorführungen

Auch die neuen Schüler der James-Krüss-Schule erlebten einen spannenden Tag. Nach den Einschulungsgottesdiensten standen die Feiern in den Sporthallen mit Liedern und kleinen Vorführungen ihrer älteren Mitschüler auf dem Programm. Für ihre Familien, die während der Gottesdienste auf sie warteten, hatten wieder die Eltern der Zweitklässler Buffets vorbereitet, wie Schulleiterin Anke Bothe berichtete. „Das machen sie immer sehr liebevoll“, sagte sie. Nach den Feiern durften die Neuen mit ihren Klassenlehrern ihre erste Schulstunde verbringen. In Barmstedt wurden 47, in der Außenstelle in Bokholt-Hanredder 21 Kinder eingeschult.

Ihr bisheriger Chef Thomas Gerdes überreichte der neuen GSS-Leiterin Margit Böttcher Nervennahrung.
Peter Jaster
Ihr bisheriger Chef Thomas Gerdes überreichte der neuen GSS-Leiterin Margit Böttcher Nervennahrung.
 

An der GSS stand am Nachmittag eine weitere Feier an: Böttchers offizielle Amtseinführung. In der Aula begrüßte der bisherige kommissarische Schulleiter, Joachim Borstelmann, dazu neben Böttchers Familie Schulrat Dirk Janssen, Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) und das Kollegium. „Sie wechseln von der Stellvertretung in die Leitung. Ich habe diesen Schritt gezwungenermaßen gemacht, Sie tun es freiwillig. Es kommen viele Aufgaben auf Sie zu. Einige sind sehr interessant, einige zeitaufwändig, einige nervig. Ich wünsche Ihnen viel Kraft für diese große Aufgabe“, sagte Borstelmann.

Einsatzwillen, Herzblut und Verbindlichkeit

Janssen dankte Borstelmann und seinem Team für die gute Arbeit seit dem Ausscheiden von Schulleiter Bernd Poepping. Er überreichte ihm unter tosendem Applaus der Kollegen einen Blumenstrauß. „Die Arbeitsweise von Frau Böttcher kenne ich aus ihrer Zeit als Konrektorin in Pinneberg“, sagte er. „Sie ist gekennzeichnet von ganz viel Einsatzwillen, Herzblut und Verbindlichkeit und großer Konsequenz.“ Er machte ihr Mut für die neue Aufgabe: „Sie dürfen Fehler machen!“

Döpke sagte, sie freue sich, dass die Leitung der Schule wieder besetzt sei. „Sie kommen in ein Schuldorf mit langer Geschichte. In den vergangenen Jahren wurde hier fast immer gebaut. Als ein ganz wichtiges Thema wurde jetzt die Schul-IT auf den Weg gebracht, da liegt noch viel Arbeit vor Ihnen. Und es steht die Sanierung der Sporthalle an“, sagte sie.

Launige Ansprache

Von Böttchers bisheriger Wirkungsstätte war Schulleiter Thomas Gerdes anwesend. In seiner launigen Ansprache beschrieb er den Verlust seiner Stellvertreterin „so, als wenn ein junger Mann vor meiner Tür stehen und mir meine Tochter klauen würde. Sie bekommen mit ihr eine Schulleiterin, die für eine lebendige Schule steht, den Menschen zugewandt“, sagte er zu den Kollegen. Statt Blumen hatte er in Anspielung auf bisher Erlebtes eine Packung Kekse mitgebracht.

Bevor Böttcher schließlich selbst zu Wort kam, bekam sie im Namen der Personalvertretung einen Energydrink und ein Kopfkissen überreicht. „Meine ersten Eindrücke sind sehr positiv“, sagte sie und kündigte an: „Jetzt schnuppere ich überall einmal rein, versuche, mir viele Namen zu merken, und arbeite mich langsam ein.“ Sie freue sich sehr auf ihre neue Aufgabe.

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