Neujahrsempfang : Barmstedts Bürgervorsteher Christian Kahns appelliert an die Bürger der Stadt

Freude über den älteren Nachwuchs in der SPD: Stefan Bolln (links) überreichte Paul Maler eine Armbanduhr.
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Freude über den älteren Nachwuchs in der SPD: Stefan Bolln (links) überreichte Paul Maler eine Armbanduhr.

„Politik lebt vom Mitmachen“, sagt Kahns und ruft dazu auf, bei der Kommunalwahl als Wahlhelfer aktiv zu werden.

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16. Januar 2018, 12:00 Uhr

Barmstedt | Der Neujahrsempfang der SPD hat in Barmstedt eine lange Tradition. Eingeführt wurde er 1979 und versteht sich seitdem als der Auftakt in das politische Jahr in der Stadt. Neben Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) und Bürgervorsteher Christian Kahns konnte der SPD-Vorsitzende Stefan Bolln eine große Anzahl von Vertretern von Vereinen, Verbänden, Hilfsorganisationen, Parteien und Einrichtungen begrüßen.

Erster Redner war Kahns, der aus einer Liste von 45 Einzelmaßnahmen einige größere geplante Investitionen näher vorstellte. Planung und Neubau einer Feuerwache und Anschaffung neuer Fahrzeuge erläuterte er ebenso wie den notwendigen Neubau einer Kindertagesstätte mit Platz für drei Krippen- und einer Elementargruppe.

Der Bau ist angedacht auf einem Grundstück vor der Jugendbildungsstätte zwischen Düsterlohe und Großer Gärtnerstraße und wird etwa 1,9 Millionen Euro kosten. Gerechnet werde mit 1,4 Millionen Euro Zuschüssen. Auch die Außenstelle der Awo-Kita am Heederbrook müsse dringend umgebaut und saniert werden, hier bestehe Termindruck, der Beschluss müsse bis zum 31. Juli vorliegen. Weitere Investitionen seien geplant in die Sanierung der Schlossinsel und in den Neubau einer Stadtbücherei.

„Meine wichtigste Botschaft betrifft die Veränderung beim Ablauf der Kommunalwahl am 6. Mai 2018. Da Barmstedt nachhaltig mehr als 10.000 Einwohner aufweist, werden die Wahlkreise neu zugeschnitten. Gab es für die Wähler bisher fünf Wahlkreise und damit fünf Wahllokale, in den jeweils zwei Kandidaten zu wählen waren, sind es neu zwölf Wahlkreise, zwölf Wahllokale mit je einem Kandidaten. Ihr Wahllokal finden sie auf der Benachrichtigungskarte“, so Kahns. Durch diese Veränderung sowie durch Direktwahl von Kandidaten und Ausgleichsmandaten erhöhe sich die Anzahl der Stadtvertreter von bisher 19 auf 23.

„Wir brauchen daher auch viel mehr Wahlhelfer. Stellen sie sich zur Verfügung, Politik lebt vom Mitmachen, wir brauchen Sie“, so der dringende Aufruf von Kahns. Stefan Bolln dankte dem Bürgervorsteher für sein großes Engagement im Einsatz für die Bürger von Barmstedt. Er selbst berichtete, dass er am Bundesparteitag teilnehmen und mit entscheiden werde, ob es zu Koalitionsverhandlungen zwischen der SPD und der CDU/CSU auf Bundesebene kommen wird.

Er persönlich werde dafür stimmen, entscheiden werden aber abschließend die SPD-Mitglieder über den Koalitionsvertrag. „Es gibt immer noch 400 Kriege und Millionen Flüchtlinge auf der Welt. Das Thema Integration ist zwar nach hinten gerückt, aber dennoch aktuell“, so Bolln. Die Erfolge der Bundes-SPD mache er an der Einführung von Mindestlohn und Ehe für alle fest. Der Ortsverein hat im letzten Jahr drei neue Mitglieder aufgenommen.

Landesregierung ist in der Pflicht

In Richtung Bürgervorsteher Kahns, der nicht weiß, wie die umfangreichen geplanten Straßensanierungen bezahlt werden sollen, meint er, dies sei ein politisches Thema und damit ist die Landesregierung hier in der Pflicht, Mittel den Kommunen zur Verfügung zu stellen. „Bei einem Überschuss von über 600 Millionen Euro muss dies möglich sein“, unterstrich er seine Sicht. Das „Nachwuchs“ in der Politik nicht immer mit Jugend verbunden sein muss, machte er in seinem Dank an Paul Maler deutlich. „Er macht uns viel Freude, seitdem er vor vier Jahren eingetreten und dabei ist“, so Bolln und überreichte ihm eine SPD-Armbanduhr.

Maler, 77 Jahre alt, zu seinem Engagement: „Ich bin bekennender Christ und für mich gilt: Suchet der Stadt Bestes und danach richte ich mich. Ich will ausgleichen und meistens finde ich auch einen Weg hierfür.“

Der Barmstedter Patrick Laas, 36 Jahre alt und Kita-Leiter in Hamburg, bewirbt sich um ein Direktmandat für den Kreistag. „Ich bin Mitglied im Schul-, Sport- und Kulturausschuss. Ich freue mich über das gute Miteinander der unterschiedlichen Parteien in der Stadtvertretung. Barmstedt ist für mich so liebenswert, diese Attraktivität muss erhalten bleiben.“

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