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„Ein Rätsel, wie er an das Geld kam“ : Barmstedter wird Opfer von Trickdiebstahl

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Einem Barmstedter wurden offenbar beim Geldwechseln 185 Euro gestohlen. Es gibt eine Belohnung für Hinweise.

shz.de von
erstellt am 01.Jun.2017 | 12:00 Uhr

Barmstedt | Nie hätte er gedacht, dass ihm so etwas einmal passieren würde – und dann ist es doch passiert: Der Barmstedter Werner Hagens (Name geändert) wurde Opfer eines Trickdiebstahls. Am vergangenem Freitagvormittag, 26. Mai, sei er um kurz nach 11 Uhr mit seiner Frau nach einer Reparatur im Juweliergeschäft an der Reichenstraße zum Rathaus gegangen. Dabei habe er den Reparaturschein aus seinem Portemonnaie genommen. „Vor Twisselmann gingen wir über die Straße auf den Parkplatz vor dem Rathaus“, so Hagens. Dort habe ihn ein junger Mann angesprochen und ihn gebeten, zwei Ein-Euro-Stücke gegen ein Zwei-Euro-Stück zu wechseln, da die Telefonzelle vor dem Rathaus angeblich keine Ein-Euro-Stücke annahm. Er sei ein hilfsbereiter Mensch, sagt Hagens – „und der Mann machte einen ordentlichen Eindruck, sonst hätte ich seine Bitte wohl abgelehnt“.

Er habe in seinem Portemonnaie ein Zwei-Euro-Stück gefunden und es dem Mann gegeben, so Hagens. „Um sicher zu sein, dass es angenommen wurde, ging ich mit ihm zum Telefon. Er warf das Geld ein, und das Gerät nahm das Geldstück an.“ Der Mann habe sich noch kurz bedankt, „und dann gingen meine Frau und ich weiter zur Reinigung am Kuhberg“. Doch vorher sei ihm eingefallen, dass er noch einen Brief in den Briefkasten am Rathaus werfen wollte, und sie seien umgedreht. „Als ich nochmal zur Telefonzelle geguckt habe, war der Mann weg.“ Das sei ihm merkwürdig vorgekommen, sagt Hagens. „Er wollte doch so dringend telefonieren.“

Als er wenig später in der Reinigung den Abholschein in sein Portemonnaie stecken wollte, sei ihm aufgefallen, dass alle Scheine fehlten. „Es waren fünf im Gesamtwert von 185 Euro“, so Hagens. Er vermutet, dass der Täter der Mann war, dem er das Geld gewechselt habe, könne sich aber nicht erklären, wie der an das Geld gekommen sei. „Ich habe ihn nicht an mich herankommen lassen, und auch meiner Frau ist er nicht nähergekommen. Wie er an die Scheine gekommen ist, ist mir ein Rätsel.“

Polizeisprecher Jan-Hendrik Wulff erklärte auf Anfrage unserer Zeitung, es sei der erste Fall dieser Art, der in Barmstedt in diesem Jahr angezeigt worden sei. „Generell gibt es solche Fälle aber immer wieder. Im Bereich Elmshorn kommt so etwas ungefähr zwei Mal pro Monat vor.“ Zudem sei die warme Jahreszeit für solche Taten prädestiniert. Um sich zu schützen, rät Wulff, zu unbekannten Personen immer etwas Abstand zu halten. „Außerdem sollte man aufpassen, dass sie nicht an die Brieftasche kommen und ihnen keine Gelegenheit geben, ins Portemonnaie zu gucken.“ Im Zweifel „sollte man lieber weggehen, auch wenn man gern hilfsbereit sein möchte“, so Wulff.

Hagens – der mit der Veröffentlichung seines Falls auch andere warnen möchte – hat für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung ausgesetzt. Zeugen können sich unter 04123-684080 an die Polizei in Barmstedt wenden. Laut Hagens ist der Täter etwa 35 bis 40 Jahre alt und 1,65 bis 1,70 Meter groß und hatte braune, kurze Haare. Bekleidet war er mit einem weißen T-Shirt und einer dunklen Anzughose.

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