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Sozialer Tag : Barmstedter Schüler packen mit an

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Gymnasiasten helfen in Betrieben und Einrichtungen aus. Workshops zu gemeinnützigen und aktuellen Themen.

Barmstedt | Am „Sozialen Tag“ des Barmstedter Gymnasiums haben gestern alle Schüler Einblicke ins Arbeitsleben und ins Ehrenamts erhalten. „Wir haben seit Januar am Programm gearbeitet“, sagte Schülersprecherin Lena Bölter. Bei der von der Schülervertretung organisierten Veranstaltung gab es diverse Workshops zu Themen wie Klimaschutz, Mobbing, Suchtprävention und Entwicklungshilfe. Die Neuntklässler betätigten sich praktisch: Sie halfen einen Vormittag lang in Firmen und sozialen Einrichtungen aus.

Bei der „Schöpfkelle“, dem Mittagstisch der Kirche, packten acht Jugendliche mit an. „Wir haben um 8 Uhr angefangen und dann geholfen, das Essen vorzubereiten, die Tische zu decken, zu servieren und abzuräumen“, berichteten Zoe Ahrens und Maxi Schümann. Ebenso wie ihre sechs Mitstreiter halten sie das Projekt für sinnvoll. „Es macht Spaß, und man sollte den Tag auf jeden Fall wiederholen“, sagten sie. Auch „Schöpfkellen“-Leiterin Maj-Britt Bockisch war angetan. „Die Schüler können so mal sehen, wie es anderen gehen kann. Das gerät zwar in Vergessenheit, aber irgendwann kommt es wieder.“

Die Siebtklässler informierten sich über die Arbeit des THW und der Feuerwehr.
Die Siebtklässler informierten sich über die Arbeit des THW und der Feuerwehr. Foto: Helga Pergande
 

Schüler des siebten Jahrgangs stiegen in die Arbeit des Technischen Hilfswerks (THW) und der Freiwilligen Feuerwehr ein. Vier Schüler des elften Jahrgangs hatten den Workshop übernommen, weil sie selbst ehrenamtlich in beiden Organisationen tätig sind. Max Wedemann vom Barmstedter THW und Max Brunckhorst vom THW Norderstedt sowie Matthis Derboven und Tobias Reumann von der Feuerwehr Groß Offenseth-Aspern zeigten den Siebtklässlern den THW-Gerätekraftwagen und ein Löschfahrzeug. Vorangegangen war ein theoretischer Teil, in dem die Schüler lernten, welche Geräte für welchen Zweck benötigt werden. Yannik Noack, der in der Jugendwehr Hohenfelde aktiv ist, zeigte sich begeistert. „Das THW hat die neueste Technik, das ist super interessant“, sagte er.

Beim Workshop „Plan“ beschäftigten sich 14-jährige Schülerinnen mit dem Projekt „Because I’m a girl“. Leiterin Anni Kraus von Plan International behandelte mit den Schülerinnen Mädchenrechte im Rahmen der internationalen Entwicklungspolitik. Die von der UN-Kinderrechtskonvention festgelegte Gleichheit für Mädchen und Jungen werde oft nicht eingehalten, erfuhren die Schülerinnen, und wurden über Ursachen und Folgen informiert. Mette Bornholdt war bewegt. „Wir nehmen mit, dass wir Spenden sammeln können, um Mädchen etwa in Indien oder Afrika einen Schulbesuch zu ermöglichen oder dass überhaupt eine Schule gebaut wird. Außerdem mangelt es dort an sauberem Wasser“, sagte sie. Lilly Latußeck war auch erschüttert. „In den Entwicklungs- oder Schwellenländern können Mädchen häufig nicht über ihr Leben bestimmen und werden als Kinder verheiratet. Dagegen kann man etwas tun“, sagte sie. Sie wollen ihrer Klasse vorschlagen, eine Patenschaft für ein Mädchen aus einem der Länder zu übernehmen.

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erstellt am 08.Jun.2017 | 12:00 Uhr

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