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Brandschutz : Barmstedter Märkte werden kleiner

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Die Stadt kann die Sicherheitsauflagen nur einhalten, wenn die Zahl der Stände reduziert wird. Die Politiker sind erleichtert über den Kompromiss.

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2014 | 12:00 Uhr

Barmstedt | Erleichterung bei der Politik: Die großen Barmstedter Märkte können in der Innenstadt bleiben. Das steht nach dem jüngsten Hauptausschuss fest. Allerdings werden die Märkte voraussichtlich nicht mehr im selben Umfang stattfinden wie bisher. „Um den Brandschutzauflagen zu genügen, werden wir sie wohl etwas gesundschrumpfen müssen“, sagte Fachamtsleiter Uwe Dieckmann.

Anlass für die Diskussion war die Ankündigung der Verwaltung, die großen Märkte – wie Stoppel- und Weihnachtsmarkt – wegen der Brandschutzauflagen aus der Innenstadt an den See zu verlegen (wir berichteten). Um das zu verhindern, hatten Stadtrat Ernst-Reimer Saß (CDU), sein Vertreter Michael Schönfelder (FWB) und Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) im April ein Gespräch mit Vertretern der Polizei, der Feuerwehr und dem Sicherheitsbeauftragten des Kreises geführt. Herausgekommen sei, „dass wir uns jetzt jeden Markt einzeln ansehen und uns nach dem Ablauf der Bewerbungsfrist zusammensetzen und ein Konzept erarbeiten“, berichtete Döpke im Ausschuss.

Die Veränderungen werden vor allem die Reichenstraße betreffen, sagte Dieckmann. „Der Bereich an der Chemnitzstraße und um die Kirche kann so bleiben.“ An der Reichenstraße dagegen könnten die Mindestabstände von zwei Metern zwischen Buden und Häusern „beim besten Willen nicht eingehalten werden, denn die Straße ist nur acht Meter breit, und wir brauchen auch noch einen Rettungsweg“. Zu Beginn der Diskussionen hatte es noch geheißen, die Abstände müssten mindestens fünf Meter betragen. Das sei vom Tisch, „aber zwei Meter müssen es schon sein“, sagte Dieckmann.

Die Politiker zeigten sich erfreut über den Kompromiss. „Aus unserer Sicht hatten die Bedenkenträger die Überhand gewonnen“, sagte Henningen Behrens (CDU). Nun habe „zum Glück einiges geradegebogen werden können, denn die Märkte sind wichtig für die Stadt“. Es werde zwar „Einschränkungen an den Engpass-Stellen geben, aber es ist doch großartig, dass es überhaupt klappen kann“, sagte Michael Schönfelder (FWB).

Grundsätzlich sei es wichtig, dass die Märkte in der Innenstadt bleiben, erklärte Jürgen Busse (SPD). „Aber wenn es so weiter geht wie bisher und nachher einer von der Verwaltung vor dem Kadi steht, weil was passiert ist, das kann’s nicht sein.“

Dieckmann betonte, die notwendigen Veränderungen „bergen auch die Chance, neue Ideen zu entwickeln. Es ist ja doch manches etwas eingefahren nach so vielen Jahren.“ Vorstellbar sei beispielsweise, den Stoppelmarkt mit einem Weinfest zu kombinieren. Der diesjährige Frühjahrsmarkt – der allerdings nur im Innenstadtkern gefeiert wird – sei bereits etwas modifiziert worden, sagte Dieckmann. Aufgefallen sei das keinem.

Auf Antrag der FWB beschloss der Hauptausschuss nach der Beratung einstimmig, dass die Verwaltung die neuen Konzepte für die Märkte in den Fachausschüssen vorstellen soll.

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