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Im Kampf gegen die Uhr : Barmstedter bei Firefighter Combat Challenge

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Bei der Firefighter Combat Challenge haben sich vor Kurzem auf dem Tempelhofer Feld mehr als 250 Feuerwehrleute in verschiedenen Disziplinen gemessen. Mit dabei: Gerrit Feddern von der Freiwilligen Feuerwehr Barmstedt.

shz.de von
erstellt am 30.Sep.2014 | 10:00 Uhr

Barmstedt | Sie steigen auf einen zwölf Meter hohen Turm und schleppen dabei ein 19 Kilogramm schweres Schlauchpaket mit sich. Sie ziehen eine 80 Kilogramm schwere Puppe rückwärts über eine Strecke von 30 Meter – und das alles in Rekordzeit. Während der Berlin Firefighter Combat Challenge haben sich vor Kurzem auf dem Tempelhofer Feld mehr als 250 Feuerwehrleute in verschiedenen Disziplinen gemessen. Mit dabei: Gerrit Feddern von der Freiwilligen Feuerwehr Barmstedt. Mit einer Zeit von 2:14,19 Minuten war er der schnellste Teilnehmer aus Schleswig-Holstein.

Fünf Stationen musste jeder Brandbekämpfer hintereinander bei seinem Einzelstart bewältigen – darunter das Ziehen der Puppe, aber auch ein 42,5 Meter lange Slalom-Kurs stand auf dem Programm, an dessen Ende er mit einem Strahlrohr ein Ziel treffen musste. „Schon an der ersten Station oben auf dem Turm sagt der Körper: Es reicht. Da ist der Puls schon im Maximalbereich“, so der 24-Jährige. „Ab da ist es Kopfsache.“ Seine Ausrüstung, die noch einmal bis zu 25 Kilogramm wiegt, hatte er während des Laufs immer angelegt. Hunderprozentig zufrieden sei er mit dem Wettkampf aber nicht gewesen: „Ich habe das Ziel mit dem Strahlrohr beim ersten Mal nicht getroffen“, sagt Feddern, der in der Gesamtwertung auf Rang 54 landete. „Man kann immer noch etwas verbessern.

Eine gute Vorbereitung auf die Wettkämpfe ist alles: Wenn der Offshore-Techniker in Barmstedt ist, trainiert er täglich im Fitness-Studio. Zudem baut er mit Kameraden den Parcours nach, um gezielt zu üben. Der Weltrekord liegt bei 1:16 Minuten, in Berlin stellte ein Teilnehmer während mit 1:45,53 einen neuen Bahnrekord auf. „Es ist auch Erfahrungssache“, sagt Feddern. „Man wird von Mal zu Mal schneller, weil man Routine bekommt und weiß, wo man anfassen muss.“ Auch für reguläre Einsätze sei der Wettkampf nützlich: „In Berlin waren die Aufgaben sehr verdichtet, aber wenn es im Einsatz richtig zur Sache geht, ist man besser vorbereitet“, erläutert Feddern.

Der 24-Jährige trainiert unter anderem mit André Todt, der ebenfalls bei der Barmstedter Feuerwehr aktiv ist und auch in Berlin teilnahm. Gemeinsam vertraten sie die Feuerwehr Barmstedt beim Tandem und belegten Platz 19 in einer Zeit von 1:56,54 Minuten. Dritter Teilnehmer aus der Region war Tim Faust von der Freiwilligen Feuerwehr Heede. In der Staffel trat Feddern mit dem Team Brunsbüttel/Oelixdorf an. Todt schloss sich spontan der Mannschaft Südbaden an, Faust dem Team Challenger Holstein.

Nur eine Woche später stand für Feddern der nächste Wettkampf auf dem Programm – die Europas-Challenge in Hardegsen, der letzte Wettkampf der Saison. „Da geht es mehr in Richtung Ausdauer“, so Feddern. „Der Parcours ist so umfangreich, den kann man nicht nachbauen“, berichtet er. In Hardegsen belegte Feddern den 17. Rang bei 120 Teilnehmern.

Die Firefighter Combat Challenges stammen aus Nordamerika und wurden während der 70er-Jahre eingeführt, um die Belastungen während eines Einsatzes nachzustellen. Seit acht Jahren gibt es den Wettkampf laut Gerrit Feddern auch in Berlin. Er kam 2008 über ein Video, das ihm Andé Todt geschickte hatte, zu dem ungewöhnlichen Sport. www.fcc-germany.de
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