Gottfried-Semper-Schule : Barmstedter Absolventen wissen, was sie wollen

Carlotta Geissler (17) will Abitur machen, ihr Freund Fabian Karl (16) eine Ausbildung beginnen.
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Carlotta Geissler (17) will Abitur machen, ihr Freund Fabian Karl (16) eine Ausbildung beginnen.

129 Schüler schaffen den Abschluss. Nächste Ziele: Ausbildung oder Abitur.

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29. Juni 2018, 14:10 Uhr

Mit einem feierlichen Einzug der 129 Absolventen in die Sporthalle begann gestern Vormittag die Entlassungsfeier für die neunten und zehnten Klassen der Barmstedter Gottfried-Semper-Schule. Den Auftakt machte der kommissarische Schulleiter Joachim Borstelmann, der den jungen Menschen Mut zusprach, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Freude über den erfolgreichen Abschluss: Niena Hullmann (16, links) und ihre Freundin Leonie Springer (15).
Elisabeth Meyer
Freude über den erfolgreichen Abschluss: Niena Hullmann (16, links) und ihre Freundin Leonie Springer (15).
 

„Jetzt seid ihr an einem Punkt angelangt, an dem einigen von euch etwas mulmig zumute ist, weil sie auf eigenen Füßen stehen und sich selbst eine Richtung geben müssen“, stellte er fest. „Aber seid gewiss: Es wird immer Menschen geben, die euch beraten werden. Ihr könnt aber auch neue Wege ausprobieren, wenn ihr glaubt, dass der bisherige nicht der richtige war.“ Borstelmann ging auch auf die Fülle der beruflichen Möglichkeiten ein: Nie sei die Berufswahl schwieriger gewesen als jetzt. Es gelte, sich nicht verunsichern zu lassen.

Ausbildung startet bald

Fabian Karl (16) weiß schon genau, was er will: Der junge Westerhorner, der die Klasse 10 b besucht hat, wird am 1. August in Elmshorn eine dreijährige Ausbildung zum Straßentiefbauer beginnen. Seine Freundin Carlotta (17, Klasse 10 c) aus Brande-Hörnerkirchen will an der Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule (KGSE) in Elmshorn Abitur machen und anschließend studieren. „Entweder Psychologie oder Lehramt.“ Leonie Springer (15, Klasse 9 b) aus Bokel will zunächst für zwei Jahre die Berufsschule in Elmshorn mit Schwerpunkt Gesundheit und Ernährung besuchen. „Danach will ich eine Ausbildung zur Krankenschwester oder medizinischen Fachangestellten machen“, sagte sie. Ihre Freundin Niena Hullmann (16, Klasse 9 b) fängt gleich mit der Ausbildung an: Sie lässt sich an der Berufsschule in Elmshorn zur Pflegeassistentin ausbilden.

Außer den Schülern nahmen Eltern, Lehrer und Vertreter aus der Politik an der Feier teil.
Siegfried Schilling
Außer den Schülern nahmen Eltern, Lehrer und Vertreter aus der Politik an der Feier teil.
 

„Wagt etwas“, empfahl Peter Klein vom Schulelternbeirat den Absolventen. „Wer nur das macht, was die anderen machen, bekommt auch nur, was die anderen bekommen.“ Stadtrat Ernst-Reimer Sass (CDU) befand, dass für die Absolventen eine Zeit der Anspannung und des konzentrierten Lernens zu Ende gehe. „Der Abschluss ist die Eintrittskarte für die Bildungs- und Ausbildungsangebote, die ihr in Anspruch nehmen könnt“, sagte er. „Ich drücke euch die Daumen.“ Nach rund zwei Stunden endete die Feier – mit der lang ersehnten Ausgabe der Zeugnisse.

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