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Die Einwohnerzahl steigt : Barmstedt wächst durch Zuwanderer

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Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Einwohnerzahl stieg bis Ende 2014 auf 10.122. 707 Zuzüge glichen Rückgang durch Sterbefälle aus. Wieder mehr Arbeitslose.

shz.de von
erstellt am 27.Feb.2015 | 10:00 Uhr

Barmstedt | Barmstedt wächst. Am 31. Dezember 2014 hatte die Stadt laut Verwaltung 10.122 Einwohner – etwa 20 mehr als ein Jahr zuvor. Vor zehn Jahren waren es erst 9550. Das kontinuierliche Wachstum sei „sehr erfreulich“, sagte Peter Gottschalk (FWB), Vorsitzender des Hauptausschusses, in dem die Bevölkerungsstatistik vorgestellt wurde. Grund für die steigenden Zahlen ist allerdings kein „Babyboom“, sondern Zuwanderung. Mit 119 überstieg die Zahl der Sterbefälle auch 2014 die der Geburten (78). Vor allem dank neuer Baugebiete zogen jedoch 707 Bürger zu.

Die Altersstruktur hat sich gegenüber den Vorjahren nicht verändert. Die größte Gruppe stellen mit 61 Prozent die 19- bis 65-Jährigen. Etwa jeder fünfte Barmstedter (21 Prozent) ist älter als 66, jeweils drei Prozent sind zwischen 0 und drei, vier und sechs sowie 16 bis 18 Jahren alt, neun Prozent zwischen sieben und 15. Von den Zuwanderern stellten die 19- bis 65-Jährigen mit 76 Prozent die stärkste Altersgruppe. Ältere waren lediglich mit neun Prozent vertreten.

Die Arbeitslosenzahl weist nach Jahren des Rückgangs wieder leicht nach oben: Mit 321 suchten 26 mehr Barmstedter einen Job als 2013. Für Irritation sorgte im Ausschuss der Umstand, dass die Zahl der Hartz-IV-Empfänger von 563 auf 549 gesunken ist, während die der Grundsicherungsempfänger von 117 auf 138 und die derjenigen, die Hilfe zum Lebensunterhalt erhalten, von 28 auf 43 stieg. Das liege daran, dass die Arge seit 2012 häufiger Personen von Hartz IV in die Sozialhilfe und Grundsicherung „verschiebe“, erklärte Fachamtsleiter Uwe Dieckmann. Der Bezug von Sozialhilfe sei aber nur vorübergehend und daher „weniger dramatisch als die Grundsicherung“. Auch die Zahl derer, die in Pflegeheimen leben und die Kosten dafür nicht selbst tragen können, ist in Barmstedt gestiegen: von 68 in 2013 auf jüngst 79.

Als „alarmierend“ bezeichnete Gottschalk die Entwicklung der Asylbewerberzahlen: Hatte Barmstedt 2013 noch 49 Flüchtlinge zu betreuen, waren es Ende 2014 bereits 74. „Sie adäquat unterzubringen, ist nicht einfach“, sagte Gottschalk. Dank des großen ehrenamtlichen Engagements vieler Bürger sei die Stadt dabei aber „auf einem guten Weg“.

Die Asylbewerber eingeschlossen, leben in Barmstedt 637 Bürger mit ausländischem Pass. Etwa jeder vierte von ihnen – 27 Prozent – besitzt die türkische Staatsangehörigkeit. Fünf Prozent sind Spanier. Bosnier, Kroaten und Serben sind mit je drei, Italiener mit vier Prozent vertreten.

Alle Grafiken sind dem Bericht ,Strukturdaten der Bevölkerungs- und Sozialleistungsentwicklung’ der Stadtverwaltung entnommen. Er ist im Internet unter www.barmstedt.de veröffentlicht.
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