Weiteres Wohnbaugebiet : Barmstedt soll weiter wachsen

20 Grundstücke mit 14 Einzel- und sechs Doppelhäusern sind für das Neubaugebiet geplant.
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20 Grundstücke mit 14 Einzel- und sechs Doppelhäusern sind für das Neubaugebiet geplant.

Planungsentwurf für Neubaugebiet in Höhe Große Gärtnerstraße im Bauausschuss vorgestellt.

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06. Februar 2018, 13:08 Uhr

Barmstedt | Ein weiteres Baugebiet für Barmstedt: Im Bereich der Großen Gärtnerstraße sollen auf einer Wohnbaufläche von 11 400 Quadratmetern 20 Grundstücke mit einer Größe zwischen 500 und 650 Quadratmetern entstehen. Den entsprechenden Planungsentwurf stellten Anne Nachtmann und Thorsten Wolfsteller (Foto) von dn Stadtplanung als Investoren und private Erschließungsträger am Montagabend während des Bauausschusses im Rathaus den Politikern vor. Vorgesehen ist eine Belegung der Grundstücke mit 14 Einzel- und sechs Doppelhäusern. „Bei dieser Art Bebauung besteht eine große Nachfrage“,, erklärte Wolfsteller. Das Bestandsgebäude der ehemaligen Baumschule Drath bleibe erhalten. Aufgezeigt wurde eine Stichstraßenlösung von 6,50 Metern Breite samt einem großzügig angelegten Wendehammer mit Anbindung an die Große Gärtnerstraße und privaten Zuwegungen sowie zehn öffentlichen Stellplätzen. Der Vorstellung folgte eine Diskussion, in der etliche Wünsche und Anregungen von den Ausschussmitgliedern formuliert wurden.

Der aufgrund von Wartelisten notwendige Neubau eines Kindergartens könnte auch auf der Fläche der ehemaligen Baumschule Drath südlich der Großen Gärtnerstraße verwirklicht werden. Das schlug Renate Herrndorff (FWB) während der Aussprache vor. Sie nannte das Areal als weitere Alternative. Im Gespräch sind bereits zudem ein Eckgrundstück nahe des Gebäudes des Kreisjugendrings (siehe Seite 1) und zwei Grundstücke im Baugebiet an der Düsterlohe. Herrndorffs Idee, vier Grundstücke von insgesamt 2200 Quadratmetern angrenzend an die Große Gärtnerstraße für den Bau eines Kindergartens zu nehmen, wurde von den Investoren für vorstellbar gehalten.

Annette Bremer-Wilms (SPD) fragte, ob ein Spielplatz eingeplant sei. „Es ist bei uns üblich, dass auf den Baugebieten ein Spielplatz angeboten wird“, sagte sie. Wolfsteller verneinte und wandte ein, dass seiner Erfahrung nach Spielplätze von vielen Grundstückskäufern nicht erwünscht seien. Er nehme den Wunsch jedoch mit. Claus-Peter Jessen (Grüne) regte an, ein Mehrgenerationenhaus einzuplanen. Ortwin Schmidt (CDU) fragte, ob es möglich sei, die Stichstraße planerisch an vorhandene Grundstücksgrenzen heranzuziehen, damit die dortigen Eigentümer auf ihrem Land künftig vielleicht noch ein Haus errichten könnten. Ernst-Reimer Sass (CDU) ergänzte, dass die Stadt die Erschließung innerstädtischer Grundstücke im Hinterkopf haben müsse, um künftig weitere Flächen bebauen zu können. Helmut Welk (BALL) schlug vor, mit betreffenden Anliegern in Verbindung zu treten.

„Wir bieten der Stadt ein rundum sorglos-Paket an, die Stichstraßenverlängerung wäre ein Geschenk für die Hauseigentümer, aber wir verlieren damit ein geplantes Grundstück“, sagte Wolfsteller. Die Planung müsse für alle wirtschaftlich sinnvoll sein. Schmidt schlug vor, sich über dieses Thema noch einmal planerische Gedanken zu machen.

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