Barmstedt senkt die Schulden

Nachdem sie jahrelang gestiegen waren, hat Barmstedt die Schulden im vergangenen Jahr erstmals wieder senken können – um etwa drei Prozent.
Nachdem sie jahrelang gestiegen waren, hat Barmstedt die Schulden im vergangenen Jahr erstmals wieder senken können – um etwa drei Prozent.

Stadt reduzierte die Belastung in 2017 um rund 700 000 Euro / Entwicklung in den Amtsgemeinden verläuft unterschiedlich

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18. August 2018, 16:00 Uhr

Erstmals nach fünf Jahren ist es der Stadt Barmstedt im vergangenen Jahr gelungen, die Verschuldung zu senken. Gemäß dem Jahresabschluss, den die Verwaltung Ende Juni vorlegte, betrugen sie am 1. Januar 2017 etwa 21,4 Millionen Euro und Ende des Jahres rund 20,7 Millionen Euro – also 700 000 Euro weniger. Die Hauptursachen für die positive Entwicklung seien eine „regelmäßige Ausgabenkontrolle, die Ausschöpfung von Sparpotenzialen und günstige Zinskonditionen“, wie Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) auf Anfrage unserer Zeitung erklärte. Im vergangenen Jahr hätten der Stadt zudem höhere Gewerbesteuereinnahmen in die Karten gespielt.

Vergleicht man den jüngsten Schuldenstand allerdings mit dem vor zwölf Jahren, wird deutlich, welchen Weg Barmstedt noch vor sich hat: Damals betrug die Verschuldung knapp 11,5 Millionen Euro – also wenig mehr als die Hälfte von heute.

In den Gemeinden des Amts Rantzau stellt sich die Entwicklung laut Kämmerei unterschiedlich dar. Während Bevern, Bokholt-Hanredder, Lutzhorn und Bilsen ihren Schuldenstand im Vergleich zu 2013 reduzieren konnten, stiegen die Belastungen für Ellerhoop und Hemdingen an. In Ellerhoop stieg die Verschuldung von damals knapp 22 000 Euro auf etwa 175 000 Euro (Stand Ende 2017) an. Hemdingen hat Verbindlichkeiten in Höhe von etwa 50 000 Euro – 2013 waren es 13 600 Euro. Beide Gemeinden haben ihre Schulden aber in den vergangenen Jahren kontinuierlich reduziert. Lutzhorn und Bokholt-Hanredder konnten ihren Schuldenstand gar von 180 000 Euro (Lutzhorn) beziehungsweise 260 000 Euro (Bokholt-Hanredder) in 2013 auf Null senken. In Bevern sank die Belastung von 600 000 auf 350 000, in Bilsen von 416 000 auf 112 000 Euro. Heede, Bullenkuhlen, Langeln und Groß Offenseth-Aspern haben seit 2013 gar keine Schulden gemacht.

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