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Barmstedter Zeitung

17. Dezember 2017 | 11:46 Uhr

Gewerbe : Barmstedt hofft auf die A20

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Gutachten hält Gebiet an der K18 für unrealistisch. Areal an der K2 unstrittig.

shz.de von
erstellt am 04.Nov.2015 | 10:00 Uhr

Barmstedt | „Wenn die A20 realisiert ist, bekommt Barmstedt eine ganz andere Bedeutung“, sagt Wirtschaftsförderer Wolfgang Heins. Doch das könne noch 15 bis 20 Jahre dauern – aber so lange sieht es schlecht aus mit einem Gewerbegebiet an der Kreisstraße 18 (K18) bei Lutzhorn, das sich die Stadt dringend erhofft. Das habe am Montag ein Infoabend des Landes in Itzehoe zum Thema ,Entwicklung von überregional bedeutsamen Gewerbegebieten entlang der Entwicklungsachsen im westlichen Schleswig-Holstein’ ergeben, an der auch Vertreter aus Barmstedt teilnahmen. Bis 2030 könnten derartige Gewerbegebiete im Bereich der Autobahnabfahrten Pinneberg-Nord, Elmshorn, Tornesch und Horst entstehen, wie das Gutachten des Planungsbüros ergab.

„Wir liegen mit unseren Flächen ganz hinten“, sagte Heins. Begründung der Planer: Die Stadt liegt weiter als fünf Kilometer von der nächsten Autobahnabfahrt – Horst – entfernt. „Das war eine der Voraussetzungen“, so Heins. Sollte die A20 mit einer Abfahrt in Bokel gebaut werden, würde sich das ändern. Allerdings sei auch der Fünf-Kilometer-Radius „relativ“, sagte der Bauausschussvorsitzende Ortwin Schmidt (CDU). „Denn es ist wohl ein Unterschied, ob man über Land sechs Kilometer zur K  18 fährt oder sich fünf Kilometer durch Elmshorn quälen muss.“ Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) ergänzte, laut Landesplanung seien bei der Ausweisung von Gewerbeflächen auch „die Kommunen im Vorteil, die eine klare Planung vorlegen können, weil dann alles schneller gehen kann. Dann könnten wir auch die fehlende Entfernung ausgleichen.“

Die Landesplanung teilt Schleswig-Holstein in mehrere Regionen ein. Die Region Westküste umfasst die Gebiete entlang der A23 und der B5. Dazu gehören die Kreise Pinneberg, Steinburg, Dithmarschen und Nordfriesland.

Harald Schroers, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Pinneberg (WEP), bestätigte, dass die Fläche an der K18 nach dem Bau der A20 anders eingestuft werden könnte. „Sie würde dann auf jeden Fall neu bewertet werden“, sagte er auf Anfrage dieser Zeitung. Grundsätzlich müsse ein Gebiet „in den Gesamtkontext der städtebaulichen Entwicklung“ passen und dürfe nicht übergeordneten Zielen der Landesplanung – wie der Vermeidung von Zersiedelung – entgegenstehen. Bei der Fläche an der K  18 sieht das Land das als gegeben an. „Andererseits soll Gewerbe auch nicht zu nah an Wohngebieten liegen“, so Schroers.

 

Unproblematischer scheint die Ausweisung eines Gewerbegebietes östlich der Kreisstraße 2 (K2) und nördlich des Friedhofs zu sein. „Das sieht die Landesplanung als unstrittig an“, sagte Heins. Allerdings sollte zwischen dem Friedhofsgelände und dem Gewerbegebiet noch eine Waldfläche bestehen bleiben. Der Bauausschuss beschloss zunächst nichts, sondern vertagte die Beratungen über Änderungen im Flächennutzungsplan.

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