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Mit interaktiver Karte : Barmstedt: Gute Wünsche für das Rallye-Team

vom
Aus der Redaktion der Barmstedter Zeitung

Etwa 60 Gäste haben in Barmstedt Svea Gustafsen aus Lutzhorn und Birgit Bartsch aus Tornesch alles Gute für ihre Reise nach Afrika gewünscht. Am Donnerstag brechen die beiden zur Charity-Rallye Dresden-Dakar-Banjul auf.

Barmstedt | Sie kommen: Als der „Silberpfeil“ am Sonnabend vor das Barmstedter Rathaus rollt, werden Svea Gustafsen aus Lutzhorn und Birgit Bartsch aus Tornesch schon von etwa 60 Neugierigen erwartet. Auch das Fernsehen ist da. In Begleitung eines NDR-Fernsehteams steigen die beiden aus ihrem Transporter. Die Frauen nehmen ab  Donnerstag als das Team „Der echte Norden“ an der Charity-Rallye Dresden-Dakar-Banjul  teil. Im Barmstedter Rathaus feierten sie mit Helfern, Freunden und neugierigen Besuchern den Start in das Afrika-Abenteuer. Außerdem sammelten sie vor ihrer Abfahrt zum letzten Mal Spenden für  Hilfsprojekte,  die in Gambia unterstützt werden sollen.  Dazu gab es eine Tombola und die Versteigerung eines besonderen Fußballs.

 Begrüßt wurden die beiden Hauptpersonen von Barmstedts Bürgermeisterin Heike Döpke, die zuvor den „Silberpfeil“ – einen von den Stadtwerken Barmstedt gespendeten Ford Transit – begutachtet hatte. „Bequem sieht anders aus“, sagte sie, aber der Wagen diene einem großen Abenteuer für einen guten Zweck. „7000 Kilometer durch sieben Länder bringen viele neue Begegnungen. Wir freuen uns schon auf das Wiedersehen“, so Döpke.

Die Rallye-Damen zeigten Interessierten, wie der Transporter wüstentauglich gemacht wurde  – und was sie auf die mehrwöchige Reise alles mitnehmen. Die Ausrüstung ist groß: Außer dem Bett im hinteren Teil des Autos gehören  ein Klapptisch samt Stühlen, Kanister mit Benzin und Wasser, Feuerlöscher, Campingkocher, Suppenteller mit Goldrand, Wäscheleinen mit Klammern, ein Abschleppseil, Dosenöffner sowie ein Moskitonetz um Inventar.

Die Töchter der beiden Frauen – Britta Gustafsen (25) und Patrizia Bartsch (25) – kannten sich bis zur Feier nur per Mai, weil sie an den Vorbereitungen mitgewirkt hatten. Sie hätten mit ihren Müttern bereits Abenteuerreisen gemacht und fänden es toll, dass diese noch einmal richtig durchstarteten, so die beiden.

 

Der Lutzhorner Landwirt Achim Bock, Vorstandsmitglied der Meierei Horst, erläuterte, warum die Meierei das Projekt unterstütze. „Wir sind selbst noch im Aufbau, wollen aber mit unserer Hilfe ein Zeichen für Regionalität setzen, für die wir hier stehen, und für die wir uns in Gambia einsetzen, damit dort vor Ort Hilfe zur Selbsthilfe greift.“ Die Meierei unterstützt das Milchkuh-Projekt, bei dem heimische Zeburinder mit holländischen Rindern gekreuzt werden, um mehr Milch zu erzeugen. 

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Karin Thissen (Wahlkreis Steinburg – Dithmarschen Süd), die einige Jahre in Lutzhorn gewohnt hatte, hob während ihrer Rede die Hilfsprogramme wie das Gartenbauprojekt in Dörfern hervor, mit denen Existenzen aufgebaut würden. Großen Beifall erhielt die A-capella-Gruppe „Elbvocals“ aus Uetersen. Spannend war die Versteigerung  eines Fußballs, der von HSV-Spieler Bakery Jatta, der aus Gambia stammt, signiert worden war.

Stadtwerkeleiter Fred Freyermuth bot 70 Euro und wurde von Bock mit 100 Euro übertroffen. Hans-Christian Hansen steigerte auf 110 Euro. Schließlich ergatterte Bock den Ball für 150 Euro. „Den bekommt mein Paten-kind, sobald es Fußball spie-len kann“, sagte er. Hansen kaufte einen weiteren sig-nierten Fußball. „Den spen-de ich den 1. Herren, wenn sie aufsteigen“, sagte er.

Freyermuth, der die Rallye nach Gambia bereits zweimal mitgemacht hat,  plant bereits seine nächste Tour. Guckt er dem Rallye-Team wehmütig  hinterher? „Aus mir  schaut der pure Neid“, so der Stadtwerke-Chef lachend. Er suche  schon einen Transporter für 2018.

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erstellt am 27.Feb.2017 | 16:00 Uhr

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